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13 Januar 2015

Tierschutz Pfotenhelfer e.V.




Liebe Leser,
normalerweise mache ich das was ich jetzt tue nicht - aber es ist mir wirklich ein Anliegen.

Wie ich kurz erwähnt habe, ist Lumpi
nicht mehr bei uns. Es ging einfach nicht mehr. Wir kamen nicht miteinander klar. Er hat mir nicht vertraut, ich ihm nicht und so nahm alles seinen Lauf. Lange, wirklich sehr lange haben wir mit dieser Entscheidung gekämpft. Und selbst als wir uns entschlossen hatten, haben wir immer noch versucht eine andere Lösung zu finden. Das ging so weit, dass wir sogar überlegt haben, ihn mit jemandem zu teilen. Was von Anfang an für mich nicht in Frage kam war, ihn in einem Tierheim abzugeben. Das wollte ich keinesfalls.

Viele Tierschutzvereine habe ich angeschrieben. Was ich da erlebt habe, ist teilweise unbeschreiblich. Sogar beschimpft wurde ich, weil ich mir "einen Hund zulege und ihn dann nicht mehr haben möchte". Wer mich kennt weiß, dass es SO nicht war. Dass ich wirklich lang mit mir gekämpft habe. Ein persönliches Gespräch fand leider mit keinem dieser Vereine statt. Angeboten wurde mir immer nur, Lumpi im Internet auf der Seite zu veröffentlichen.

Durch Zufall bin ich dann auf einen Verein gekommen, die und das möchte ich betonen, sofort und ohne Vorwürfe, völlig unbürokratisch geholfen haben. Ich hatte sie angeschrieben, schon am nächsten Tag kam der Rückruf. Es wurde ein Termin vereinbart, schon 3 Tage später sollte ich mit Lumpi zu einem Gespräch kommen. Idealerweise solle Lumpi von uns aus direkt und ohne Umweg in sein neues Heim vermittelt werden.

3 Tage später fand der Termin statt, im Büro der Pfotenhelfer. Ich wurde wirklich sehr lieb empfangen, keine Vorwürfe nichts. Nur ein Satz fiel, der mich bis heute nicht los lässt "DER Hund und sie, das passt überhaupt nicht." Und so, fiel die Entscheidung, dass Lumpi doch schon am nächsten Tag von uns weg sollte, auf einen Pflegeplatz. Natürlich war das alles auf freiwilliger Basis.

Und so verbrachte ich noch einen letzten Tag mit ihm. Ein letztes Mal spielen ... ein letztes Mal füttern und unser letzter Spaziergang. Wie viele Tränen ich in diesen Stunden ganz tief drin vergossen habe, kann ich nicht beschreiben. Aber etwas habe ich geschafft, was ich am Tag vorher versprochen hatte - bei der Abgabe habe ich nicht geweint, um Lumpi nicht durcheinander zu bringen. Ich sehe ihn noch heute wie er an der Leine geführt durch den Hof ging und sich zu mir umdreht. Ich bin nur noch weg ... gefahren ... und ein paar Meter weiter stehen geblieben, es kamen die Tränen, am liebsten hätte ich ihn zurück geholt. Ich habe mich gefühlt wie eine Verräterin, immer wieder kam der Gedanke "Ich habe ihn einfach da gelassen ... wie konnte ich nur ...". In diesem Moment habe ich meine Entscheidung bereut. Und wie so oft in meinem Leben haben sich Verstand und Herz gestritten. Mein Verstand hat gesiegt und ich bin nach Hause gefahren. Der Abend und die nächsten Tage war ganz schrecklich.

Jetzt komme ich zu dem, warum ich dies alles schreibe. Die Pfotenhelfer haben lange nach einem Platz für ihn gesucht. Zwei Familien haben relativ schnell wieder aufgegeben und ihn zurück gebracht. Nun, nach fast 1 1/2 Jahren sieht es so aus, als wenn der richtige Platz für Lumpi gefunden wäre. Sie haben meinen kleinen "Mann" nicht aufgegeben, sondern gesucht, trotz vieler Rückschläge.

Da mir dieser Verein sehr am Herzen liegt
 
 
unterstützen wir die  Pfotenhelfer.
Auch indem ich Einkäufe über deren Seite tätige.
Vielleicht möchte jemand unter Euch auch helfen?
Ich sage einfach mal vorab ganz lieben Dank.

 

Kommentare:

  1. Ach Du .... auch wenn es länger gedauert hat kam ein gutes Ende. Ich freu mich für Lumpi.
    Es war die richtige Entscheidung damals! Ich kann mir das Gefühl vorstellen, diesen letzten Blick und dann ein Abschied für immer.
    Der Name Pfotenhelfer klingt gut. Ich werde nun gleich mal dort auf die Seite gehen und mich informieren.
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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  2. Wie geht es Dir? Ich muss die ganze Zeit schon an Dich denken, der Flugzeugabsturz muss Dir sehr weh tun.
    Bist Du bald in der Nähe? Sag doch vorher Bescheid, vielleicht können wir uns treffen
    Elisabeth

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  3. Liebe Elisabeth,
    ja, es tut mir entsetzlich weh, weil ich weiß was diese Menschen, die Angehörigen jetzt durchleben müssen.
    Ich kann auch verstehen, dass viele Menschen zum Unglücksort wollen. Weil es so unglaublich ist, muss
    man es sehen, fühlen. "Wirklicher - realistischer" wird es dadurch jedoch nicht. Manchmal kann ich es heute
    noch nicht glauben, Ganz lieben Dank, dass Du an mich denkst!
    Liebe Grüße Angelika

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