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18 Juni 2018

Eine schreckliche Nacht


Hallo,
ich melde mich mal wieder. 

Ich möchte von unserer Winnie erzählen. 



Voraus möchte ich sagen, unserer Winnie  geht es,  den Umständen entsprechend, wieder gut. Doch möchte ich berichten. Es wurde nun doch länger als ich gedacht hätte. Aber ich mache dies auch, um zu erzählen, dass es so manches Mal nicht so falsch ist auf sein "Bauchgefühl zu hören". Da dieser Beitrag doch ziemlich lang ist und eine ganze Seite einnehmen würde, verzichte ich auf die bei mir sonst üblichen Formatänderungen.

Wir waren vor knapp 2 Wochen in der Tierklinik, leider ist unsere behandelnde Ärztin, der wir sehr vertrauten, nicht mehr dort. Aber wir hatten einen netten Tierarzt, der sehr liebevoll mit Winnie umging. Er war ganz begeistert von ihren "guten" Zähnen. Ich erzählte davon, dass mir bei Winnie an einem Tag auffiel, dass sie aus dem Mund nach Urin gerochen hätten.Er sprach dann von alten Hunden, dass es sein könne, dass langsam die Organe versagen, auch aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen. Er sprach auch vom Tag "X" und man sich langsam Gedanken machen solle, wie dann vorzugehen sei. Um diesen Tag mache ich mir spätestens seit der Diagnose vor knapp 2 Jahren Gedanken und ich weiß genau was ich möchte. Wir fuhren mit gemischten Gefühlen nach Hause.

Genau eine Wochen nach unserem Besuch in der Tierklinik, fiel mir auf, dass Winnie wieder vermehrt Urin absetzte. Gedanken machte ich mir nicht so große, sie trank schon seit längerem mehr Wasser, ich führte es darauf zurück. Auch  damit den Urin zu halten, hatte sie bisher nur 1x ein Problem. Ansonsten ist sie absolut stubenrein, es sei denn, sie hat mal Durchfall. Der Gedanke Blasenentzündung schwebte bei uns im Raum.

Am Nachmittag dann hatte sie im Flur Urin abgesetzt. Ich ging sofort mit ihr raus, machte mir Vorwürfe, dass mir nicht aufgefallen war, dass ihre Not so groß war. Alles was danach folgte kann ich mir selbst nur mit dem Argument meiner absoluten "ich versuche alles Negative wegzuschieben" verzeihen.

Am Abend vor dem schlafen, gehe ich immer kurz mit ihr raus. Großartig aufgefallen ist mir nichts. Etwa 20 Minuten später hörte ich, dass Winnie unruhig war und im Flur herum lief. Ich ging runter und sah Urin mit Blut vermischt - Winnie stand stark hechelnd daneben. Sofort weckte ich meinen Mann. Innerhalb kurzer Zeit urinierte Winnie immer wieder, der Urin veränderte seine Farbe deutlich. Tierarzt war meine Reaktion. Inzwischen war es nach 23 Uhr. Zur Tierklinik sind es von uns über 80km. Ich rief dort an, jedoch haben sie Notdienst, Telefondienst keinen. Bei uns in der Nähe ist eine Praxis, die 24 Stunden Bereitschaft haben. Die diensthabende Ärztin erklärte mir, ich solle vorbei kommen.

Winnie ging es zunehmend schlechter, sie urinierte ca. alle 2 Minuten der Urin sah inzwischen nur noch rot aus. Wir vermuteten eine schwere Blasenentzündung, ich selbst hatte aber das Gespräch vor einer Woche und das Wort "Organ- und Nierenversagen" deutlich im Hinterkopf.

In der Praxis angekommen, meinte die Ärztin, sie wolle den Urin untersuchen und das Blut. Alles wollten wir machen lassen, nur Hilfe für unsere Winnie. Ihr ging es sehr schlecht, sie hechelte stark und setzte wo sie konnte Urin ab. Die Ärztin nahm mehrmals mittels einem Teststreifen Proben vom Urin. Der Urin hätte keine Entzündungswerte und das Blut wäre auch nicht so, dass man eine Entzündung vermuten könne. Das Blut wäre in Ordnung - so wirklich konnte sie keine Diagnose stellen. Ob ich am nächsten Tag für eine Ultraschalluntersuchung kommen könne. Ich sah die Ärztin entsetzt an, erklärte ihr, dass sie uns doch nicht mit dem Hund "in DEM Zustand" nach Hause schicken könne. Wir könnten Winnie zur Beobachtung da lassen. "Nein, das ist keine Alternative", reagierte ich darauf. Ob sie denn nicht den Ultraschall machen könne, war meine Frage. Sie könne es schon wäre aber keine Spezialistin. Ultraschall gemacht, sie sähe einen Ring um die Blase, der stark verdickt sei - sagte was von evtl. Tumor, dass dies nicht normal wäre und sie nicht glaube, dass Winnie diese Beschwerden nochmal los werde. Es könne sein, dass irgendetwas in der Blase gerissen sei und blute. Dies könnte sich bessern aber auch immer wieder geschehen.

Mein Entsetzen war groß. Ich besprach mich mit meinem Mann, wir hatten während der Wartezeit schon davon gesprochen, ob nun der Tag "X" da sei. Ich kann meine Gefühle nicht beschreiben, meine Verzweiflung -- meine Angst um unsere Maus. Noch jetzt bei dem Gedanken kommen die Tränen. Ist es jetzt so weit? Darf ich sie noch mit nach Hause nehmen, wenn sie offensichtlich so leidet und solche Schmerzen hat? Haben die Tumore derart gestreut? Ich erklärte meinem Mann, dass ich trotz allem finde, dass das hier und jetzt nicht der Moment sei, das zu entscheiden. Wollte von der Ärztin ein Schmerzmedikament für Winnie. Sie wolle die Organe nicht noch belasten, auch im Hinblick darauf, dass Winnie bereits Rimadyl regelmäßig bekäme. Ich sah sie an, meinte "wir sprechen von einer 14 jährigen Hündin, die 3 Tumore, 3 Bandscheibenvorfälle und im Moment sehr offensichtlich starke Schmerzen hat, da finde ich die Diskussion ob Organe noch zusätzlich geschädigt werden ziemlich überflüssig". Sie meinte dann sie könne ihr ein morphinähnliches Medikament spritzen und ich solle am nächsten Tag nochmal zum Ultraschall kommen. So vereinbarten wir es dann und wir waren um 2.30 Uhr daheim.

Ich schlief in dieser Nacht - beziehungsweise ich schlief gar nicht - neben Winnie auf der Couch, Winnie schlief auch nicht, war aber von dem Medikament sichtlich benommen.Sie war ruhiger aber gut ging es ihr nicht.

Am nächsten Morgen dann, überkamen mich starke Zweifel. Mein Mann war beruflich unterwegs und ich rief ihn an. Erklärte ihm meine Zweifel, dass ich eigentlich aufgrund einer "Nichtdiagnose" nicht für Winnie den letzten Weg wählen wolle und ich auch in diese Ärztin keinerlei Vertrauen hätte. Ich wolle in der Tierklinik anrufen und Winnie dort untersuchen lassen. Mein Mann informierte die Tierarztpraxis und bat darum, die Untersuchungsergebnisse an die Klinik zu senden. Leider hatte der Arzt Urlaub, wieder eine neue Ärztin - egal über 80 km - auch egal. Es ging um Winnie. Auf der Fahrt verabschiedete ich mich schon von Winnie, spielte in Gedanken schon durch, wie es dann weiter gehen würde. Ganz leise liefen mir die Tränen nur so runter.

Wir hatten leider eine lange Wartezeit - auch egal. Winnie ging es etwas besser, sie setzte nicht mehr so häufig Urin ab und der war auch nicht mehr rot. Endlich wurden wir ins Behandlungszimmer gerufen. Mir liefen sofort die Tränen. Ich erzählte der Ärztin unter Tränen von der Nacht. Die Ärztin meinte sie würde Winnie gerne per Ultraschall untersuchen und Urin abnehmen. Meine Augen wurden groß, wieder diese Prozedur - egal. Der Urin wurde während dem Ultraschall mittels einer Spritze durch den Bauchraum entnommen, Winnie hat nicht mal gezuckt. Die Ärztin erklärte mir, dass die Blase verändert sei - einen dicken Ring hätte, das typisch ist für eine Entzündung, der Urin rötlich sei und auch das auf eine Entzündung hin deute. Ich machte große Augen, meinte "ein Nierenversagen oder einen Tumor sehen sie nicht?". Dergleichen sehe sie gar nichts. Ich erzählte ihr von der Nacht, dass ich mich eigentlich im Auto schon von Winnie verabschiedet hätte. Die Ärztin meinte, es gibt dafür überhaupt keinen Grund. Der Tag "X" würde wohl früher oder später kommen, aber heute sei er nicht. Winnie würde Antibiotika bekommen, sie lege noch eine Kultur an und 2-3 Tage nach absetzen des Antibiotika müsse nochmals der Urin untersucht werden. Ich war so froh.

Vorab möchte ich noch sagen, Winnie geht es wieder gut. Ja, sie hat Beschwerden mit ihrer Bandscheibe aber ist fröhlich, frisst und wir freuen uns sehr an ihr!

Auf der Heimfahrt dann gingen mir die letzten 24 Stunden nochmals durch den Kopf. Ich war von mir völlig entsetzt - diese Ärztin in der Nacht, hätte es mit ihrer Nichtdiagnose, beziehungsweise ihren Vermutungen und zusätzlich der schlechte Zustand von Winnie, alles das ... beinahe wäre es dazu gekommen, dass Winnie nicht mehr bei uns wäre. Ich hätte sie fast wegen einer Blasenentzündung gehen lassen!!!??? Nur mein Bauchgefühl und Misstrauen haben mich davon abgehalten. Noch heute kommen mir bei dem Gedanken die Tränen. Mein Mann meinte zwar, das hätte er in der Nacht nicht zugelassen. Aber was wir auch festgestellt haben ist, dass es doch sehr schwer ist diese endgültige Entscheidung zu treffen - man leichter davon spricht "wir lassen sie nicht leiden". Sie hat gelitten in dieser Nacht, sehr!!!

Ich kann nur allen raten, hört auch auf Euer Bauchgefühl!
So manches mal ist unser "Bauch" klüger als der Kopf.

Was ich mich nun ständig frage "werde ich ES merken, wenn ES so weit ist?




Leider habe ich festgestellt, dass ich so einigen in der Bloggerwelt nicht mehr schreiben kann, das diese Blogs nur noch für geladene Leser zugänglich sind. Ich bin nicht mehr so regelmäßig hier, finde das aber sehr schade. 



05 März 2018

Mütterrente II


Lange habe ich hier nichts mehr geschrieben.
Mein letzter Beitrag war über unsere Winnie. 




Es geht ihr nach wie vor, den Umständen entsprechend gut. 
Ich muss sie so manches Mal stoppen, um ihre Gelenke zu schonen. 
Inzwischen hat sie am Fuß ein etwa Tischtennisball großes Lipom. 
Es behindert sie nicht so sehr aber Gedanken mache ich mir doch. 
Ich habe ihr eine sehr weiche Decke gekauft, um Druckstellen zu vermeiden. Eine OP käme aufgrund ihrerer ganzen Befunde und ihres Alters
 (sie wird am 2. April 14 Jahre) nicht mehr in Frage. 
Und so genießen wir die Zeit mir ihr 
und denken nicht so oft - gelingt mir leider nicht immer - an später. 

Nun zu meinem eigentlichen Thema:
Ich bin bisher politisch kein so sehr engagierter Mensch gewesen. 
Aber was unsere neue Regierung in ihrem Koalitionsvertrag ausgehandelt hat, beschäftigt mich seit Wochen. 

Es wurde eine Mütterrente II vereinbart. 
Leider bekommen nun wieder nicht alle Mütter den 3. Rentenpunkt. 
Mütter die vor 1992 "nur" 1 oder 2 Kinder geboren und erzogen haben, 
sollen den 3. Rentenpunkt nicht erhalten. 
Alle anderen Mütter erhalten ihn. 
Dies empfinde ich als große Ungerechtigkeit. 
Es gibt im Internet eine Petition, die ich bereits unterschrieben habe. 
Verlinkt ist diese Petition auch hier auf meinem Blog in der rechten Leiste. 
Ich habe diese Petition untschrieben.
Bei sämtlichen Verwandten und Bekannten habe ich sie verbreitet 
und möchte das nun hier auch gerne machen. 

Hier geht es zur Petition:

Petition Mütterrente



Ich wünsche Euch allen einen guten Start in die neue Woche. 


12 Oktober 2017

Unser Sonnenschein


Ich bin nicht diese regelmäßige Bloggerin, werde es wohl auch nicht werden.
Aber so manches Mal ist mir nach "mitteilen".

Heute geht es mal wieder um Winnie. 
Wie ich bereits vor einem Jahr erzählt hatte, hat Winnie einige Tumore. 
Was das mit mir gemacht hatte ich erzählt.
Ich weiß nicht, ob ich diese Entscheidung ein CT zu machen nochmal treffen würde. 

Es geht ihr gut. Man merkt ihr ihr Alter an, das ja, aber es geht ihr gut. 
Gestern hatten wir einen Termin in der Tierklinik, bei unserer "Lieblingsärztin". 
Als sie uns gesehen hat, sie war so begeistert, selbst überrascht. 
Winnie ist nun 13 Jahre und 6 Monate alt.
Das ist für ihre Größe und ihren Befund schon eine große Überraschung für die Ärztin. 
"Sie haben Glück" hat sie gesagt.
Meine Worte waren "manchmal hat man auch Glück im Leben".
Und ich bin so froh. Ich freue mich so sehr. 

Ihr Herz ist in Ordnung, auch an der Lunge gibt es keine Geräusche. 

Hurra Hurra

Vom impfen, das jetzt fällig gewesen wäre, hat mir die Tierärztin abgeraten.
Sie meinte "wenn sie immer regelmäßig geimpft wurde,
sei das eigentlich nicht nötig.
Sie hätte dann den nötigen Titer und sie würde es nicht machen.
Lediglich wenn wir ins Ausland fahren möchten.
Das ist nicht geplant und mit Hinsicht auf unseren Ausflug letzte Woche auch keine Option.
Auch auf die Röntgenaufnahme haben wir verzichtet, da es "therapeutisch keinerlei Wirkung hätte".  

Ich weiß, dass unsere Zeit zu Ende gehen wird. 
Aber ich freue mich ganz einfach jetzt darüber, dass es ihr so gut geht. 

Einige "Eigenheiten" hat sie inzwischen.
Sie kann nicht mehr so lange spazieren gehen.
Inzwischen lasse ich sie sogar bestimmen, wie lange wir gehen.
So manches Mal wählt Winnie den Weg nach Hause von ganz allein. 

Vor einer Woche waren wir am Chiemsee. 
Wir sind aus Rücksicht auf Winnie "nur" spazieren gegangen.
Mit Pausen 1 Stunde. Am Abend haben wir bemerkt, dass auch das schon zu viel für sie war.
Sie lässt sich nichts anmerken, springt herum ... ist einfach nur fröhlich und lebenslustig.
Wieder mal wurden wir angesprochen "das ist aber ein junger Hund".
Und wir freuen uns immer wieder darüber.
Mit einem großen Lächeln im Gesicht ist darauf unsere "Standardantwort:
"Nein, das ist kein junger Hund, sondern bereits ein älteres Mädchen". 😍

Sie ist inzwischen leider sehr ängstlich.
Die vielen Gewitter im Sommer, haben uns sehr zugesetzt.
Nachts bin ich so einige Male aufgestanden und habe die Zeit bei ihr verbracht.
Sie läuft dann umher, hechelt und speichelt.
Sie tat mir dann unendlich leid.
Nicht mal durch ihren geliebten Käse oder eine Wurst ließ sie sich ablenken. 

Auch ihre Angst vor Hunden nimmt zu.
Wir haben hier in der Nachbarschaft einen ganz kleinen Zwerg.
Der hat Winnie vor kurzem angeknurrt und ist auf sie los gegangen.
Er hat ihr nichts getan.
Aber schon das hat ausgereicht, dass sie seitdem einen riesigen Abstand zu ihm hält.
Noch vor einiger Zeit hätte sie ihm erklärt "lass das ich bin größer".
Wir hatten nie ein besonders mutiges Mädchen aber jetzt ist sie leider sehr ängstlich. 

Mir graut schon vor Silvester.
Früher hat ihr das nichts ausgemacht, auch Gewitter nicht.
Silvester haben wir die Musik lauter gedreht und sie lag in ihrem Körbchen, völlig entspannt.
Seit 2 Jahren ist Silvester für Winnie der absolute Horror.
Aber dafür haben wir gestern Tabletten bekommen, ich hoffe sie helfen ein wenig. 




18 Juli 2016

Unsere Winnie ... Tumor(e)



Hallo,

nach langer Zeit melde ich mich mal wieder.
Aber Hausbau ... und das womit uns das Leben so umgibt,
manchmal ist man einfach nur noch "sprachlos". 

Aber irgendwie muss ich mich nun mitteilen,
auch wenn es vielleicht niemand mehr liest.

Unsere Winnie, inzwischen ist sie 12 Jahre alt.

Seit knapp 4 Wochen lahmt sie mit dem linken Hinterbein.
Nachdem sie vor knapp 2 Jahren bereits einen Kreuzbandriss
am anderen Fuss hatte, war uns klar,
dass es wahrscheinlich wieder einer ist.
Angesichts ihres Alters überlegten wir ob wir ihr wirklich
diese OP (TPLO) noch zumuten wollen.
Aber nachdem der Fuß nach 3 Wochen nicht besser wurde,
waren wir letzte Woche mit ihr in der Tierklinik.
Dort wurde einiges diagnostiziert, unter anderem auch,
dass sie verzögerte Reaktionen in den Hinterbeinen hat.
Wegen ihrer Größe (Retriever-Schäferhund-Mischling)
riet man uns wieder zur TPLO.
Es wurden noch Röntgenaufnahmen gemacht, auch vom Brustkorb,
um zu sehen ob sie Schäden an der Wirbelsäule hat.

Am nächsten Tag entschieden wir uns für die OP,
der Termin für die OP war am Dienstag 12.07.

Gleich bei der Besprechung vor der OP erklärte mir die Ärztin,

dass bei Winnie eine Umfangsvermehrung im Brustkorb
festgestellt wurde, sie sprach von einem evtl. Tumor in der
Lunge und riet vor der OP zu einem CT.
Dann wäre zu entscheiden ob und welche Form der OP gemacht
werden sollte. Winnie solle so lange in Narkose bleiben,
damit man anschließend sofort mit der OP beginnen könne.

Bei dem Anruf nach der CT bekam ich dann die vielen "Diagnosen"
und das wovor ich schreckliche Angst hatte.
Winnie hat 3 Bandscheibenvorfälle, einen Tumor in der Lunge
und einen in der Gallenblase.
Ich war völlig schockiert ... um ihr Leiden zu ersparen,
blitzte sogar der Gedanke auf, sie zu erlösen.
Aber nein, dann dachte ich an mein noch immer sehr
lebenslustiges Mädchen und entschied mich
(auch auf anraten der Ärzte) gegen die TPLO
und für die Bandmethode.
Es wurde kurz darüber gesprochen, dass man eine 
Gewebeprobe entnehmen könne,
aber auf anraten der Ärzte entschied ich mich dagegen,
da sie meinten, dass Winnie dadurch evtl. Probleme bekommen
könnte, die sie bisher noch gar nicht hat.
Hinzu kommt, dass wir uns schon vor einiger Zeit, bei einem Gespräch,
sollte Winnie jemals ... (das böse Wort) "Krebs" bekommen, 
auch im Blick auf ihr Alter, gegen eine Therapie entschieden haben.
Es ist also nicht klar ob sie "Krebs" hat oder gutartige Tumore.

Es geht ihr im Moment gar nicht gut.

Sie kommt immer noch schwer auf die Beine, vielleicht noch Nachwirkungen
der langen Narkose. Aber inzwischen steht sie schon wieder auf, 
 wenn es Futter gibt und um zu trinken.
Ansonsten liegt sie in ihrem Körbchen, was sie auch soll.
Die nächsten 2 Wochen darf sie nur kurz zum Pipi machen raus
und dann noch 4 Wochen kurze Spaziergänge an der Leine.

Die Ärztin meinte, wir sollen uns gedanklich nicht zu sehr
mit dem Tumor beschäftigen. Winnie hätte noch keine Symptome
und könne durchaus noch 1-2 Jahre leben.

Aber ich mache mir unendliche Sorgen, die Tränen fließen nur so.



Mit so einer Diagnose wird das Realität,
wovor man sich bei einer Fellnase in dem Alter fürchtet
... der Abschied rückt näher.




28 Juli 2015

Alles Gute





Mein kleiner Mann ... heute hast Du Geburtstag. Du wirst 10 Jahre alt. 
Wo ist nur die Zeit geblieben? Mir scheint es ... ich hätte Dich gestern erst im Arm gehabt. 
Ich war die erste aus unserer Familie die mit Dir knuddeln durfte. 
Wir waren so erstaunt ... hatten doch gedacht, Du würdest ein Mädchen werden. 
Du warst so zierlich auf den Ultraschallbildern.
Und dann ... ein kleiner Mann. 



Seit 6 Jahren leben wir nun hier zusammen im Haus. 
Dieser "Abschnitt" in unserem Leben geht nun zu Ende. 
Ich werde Dich vermissen. 
Du bist bei uns immer willkommen, das weißt Du. 
Ich habe gerne hier mit DIR gelebt. 
Ich gehe hier mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

***

Zu Deiner Geburt stand auf der Karte:

"Es ist ein Wunder, sagt das Herz. 
Es ist eine große Verantwortung, sagt der Verstand. 
Es ist viel Sorge, sagt die Angst. 
Es ist das größte Glück, sagt die Liebe. 
Es ist UNSER ENKELKIND sagen wir."

***

Du warst mein 1. Enkelkind. Ich liebe Dich so sehr!!! 
Ich/Wir wünschen Dir alles Gute für Dein neues Lebensjahr. 
Es beginnt mit dem Umzug ein neuer Abschnitt für Dich. 
Und auch dafür "alles Gute mein kleiner Prinz". 

Gott schütze und behüte Dich auf allen Deinen Wegen. 



24 April 2015

Eine Kerze brennt






Gestern am Abend bekam ich einen Telefonanruf, schon als ich die Nummer sah - ahnte ich.

Dann die Stimme meiner Freundin - traurig.

Sie hätte nichts mehr sagen müssen.



Ich weiß wie es ist - eine Mama zu verlieren tut so weh.

Es macht mich traurig, auch weil bei uns jetzt wieder "diese Zeit" kommt - die Zeit als meine Mama ging.

"Meine Liebe" nennt sie mich oft in Mails.

Jetzt sage ich es zu Dir - "Meine Liebe, ich bin für Dich da!"




27 März 2015

Eine Kerze im Fenster



Hallo,
im Moment melde ich mich hier selten.
Neuigkeiten gibt es immer wieder auf unserem Baublog.

Liebe Elisabeth ja, Du hast es erkannt, sogar mein Mann war überrascht, als ich ihm erzählte, was Du geschrieben hast.
Ich danke Dir sehr dafür!
 
Was passiert ist finde ich schrecklich.
Ich weiß was die Menschen jetzt fühlen, die um ihre Angehörigen trauern.
Aus eigener Erfahrung ... leider!
Bei meinem Bruder am Grab hieß es:
"Angesichts des Leids können Worte zu viel sein."
Und darum möchte ich nicht mehr viel sagen.

Bei uns stehen Kerzen im Fenster.  


 
Zum Gedenken an die Menschen, die bei dem Unglück gestorben sind. 



13 Januar 2015

Tierschutz Pfotenhelfer e.V.




Liebe Leser,
normalerweise mache ich das was ich jetzt tue nicht - aber es ist mir wirklich ein Anliegen.

Wie ich kurz erwähnt habe, ist Lumpi
nicht mehr bei uns. Es ging einfach nicht mehr. Wir kamen nicht miteinander klar. Er hat mir nicht vertraut, ich ihm nicht und so nahm alles seinen Lauf. Lange, wirklich sehr lange haben wir mit dieser Entscheidung gekämpft. Und selbst als wir uns entschlossen hatten, haben wir immer noch versucht eine andere Lösung zu finden. Das ging so weit, dass wir sogar überlegt haben, ihn mit jemandem zu teilen. Was von Anfang an für mich nicht in Frage kam war, ihn in einem Tierheim abzugeben. Das wollte ich keinesfalls.

Viele Tierschutzvereine habe ich angeschrieben. Was ich da erlebt habe, ist teilweise unbeschreiblich. Sogar beschimpft wurde ich, weil ich mir "einen Hund zulege und ihn dann nicht mehr haben möchte". Wer mich kennt weiß, dass es SO nicht war. Dass ich wirklich lang mit mir gekämpft habe. Ein persönliches Gespräch fand leider mit keinem dieser Vereine statt. Angeboten wurde mir immer nur, Lumpi im Internet auf der Seite zu veröffentlichen.

Durch Zufall bin ich dann auf einen Verein gekommen, die und das möchte ich betonen, sofort und ohne Vorwürfe, völlig unbürokratisch geholfen haben. Ich hatte sie angeschrieben, schon am nächsten Tag kam der Rückruf. Es wurde ein Termin vereinbart, schon 3 Tage später sollte ich mit Lumpi zu einem Gespräch kommen. Idealerweise solle Lumpi von uns aus direkt und ohne Umweg in sein neues Heim vermittelt werden.

3 Tage später fand der Termin statt, im Büro der Pfotenhelfer. Ich wurde wirklich sehr lieb empfangen, keine Vorwürfe nichts. Nur ein Satz fiel, der mich bis heute nicht los lässt "DER Hund und sie, das passt überhaupt nicht." Und so, fiel die Entscheidung, dass Lumpi doch schon am nächsten Tag von uns weg sollte, auf einen Pflegeplatz. Natürlich war das alles auf freiwilliger Basis.

Und so verbrachte ich noch einen letzten Tag mit ihm. Ein letztes Mal spielen ... ein letztes Mal füttern und unser letzter Spaziergang. Wie viele Tränen ich in diesen Stunden ganz tief drin vergossen habe, kann ich nicht beschreiben. Aber etwas habe ich geschafft, was ich am Tag vorher versprochen hatte - bei der Abgabe habe ich nicht geweint, um Lumpi nicht durcheinander zu bringen. Ich sehe ihn noch heute wie er an der Leine geführt durch den Hof ging und sich zu mir umdreht. Ich bin nur noch weg ... gefahren ... und ein paar Meter weiter stehen geblieben, es kamen die Tränen, am liebsten hätte ich ihn zurück geholt. Ich habe mich gefühlt wie eine Verräterin, immer wieder kam der Gedanke "Ich habe ihn einfach da gelassen ... wie konnte ich nur ...". In diesem Moment habe ich meine Entscheidung bereut. Und wie so oft in meinem Leben haben sich Verstand und Herz gestritten. Mein Verstand hat gesiegt und ich bin nach Hause gefahren. Der Abend und die nächsten Tage war ganz schrecklich.

Jetzt komme ich zu dem, warum ich dies alles schreibe. Die Pfotenhelfer haben lange nach einem Platz für ihn gesucht. Zwei Familien haben relativ schnell wieder aufgegeben und ihn zurück gebracht. Nun, nach fast 1 1/2 Jahren sieht es so aus, als wenn der richtige Platz für Lumpi gefunden wäre. Sie haben meinen kleinen "Mann" nicht aufgegeben, sondern gesucht, trotz vieler Rückschläge.

Da mir dieser Verein sehr am Herzen liegt
 
 
unterstützen wir die  Pfotenhelfer.
Auch indem ich Einkäufe über deren Seite tätige.
Vielleicht möchte jemand unter Euch auch helfen?
Ich sage einfach mal vorab ganz lieben Dank.

 

23 Dezember 2014

Ein schönes und gesegnetes Weihnachtsfest


 
 
 
 
Ich wünsche Euch allen ein
 
"Gesegnetes Weihnachtsfest",
 
eine schöne Zeit im Kreis Eurer Lieben und
 
dass die Tage so werden, wie Ihr sie Euch wünscht.
 
 
 
 

11 Dezember 2014

Ein Traum geht in Erfüllung



Sehr lang war es hier ruhig.
Ich habe weiterhin Eure Blogs verfolgt, aber meinen vernachlässigt.
Manchmal IST man  einfach  "sprachlos". 
Nicht, weil es nichts zu erzählen gibt,
sondern weil es zu viel ist ... und man in sich einfach still wird.

Aber darum soll es hier heute nicht gehen ... 
Ein Traum, den ICH sehr lange hatte und eigentlich nie dachte,
dass er sich erfüllen könnte wird nun wahr.. 

Wir bauen ... ein Heim für UNS Drei ... 
Für meinen Mann, unsere  Winnie ... und mich.

Ja, Einer fehlt, unser Lumpi, er IST NICHT MEHR bei UNS. 
Es funktionierte nicht ... 
Mit Winnie nicht - nicht mit mir. 
Es Ging NICHT MEHR und so haben wir uns sehr schweren Herzens entschlossen,
IHN abzugeben.
Er hatte einen Platz gefunden,
nach langem suchen aber im Moment sieht es so aus,
als wenn er auch dort nicht bleiben könnte.
Nein, er ist nicht im Tierheim,,sondern bei einem örtlichen Tierschutzverein,
die mir sehr geholfen haben und denen ich SEHR dankbar bin.

Aber zurück zu unserem Traum. 
Wir ziehen weg hier, ziemlich weit in eine andere Richtung. 
In die Gegend in der Elisabeth mit ihrer Familie lebt.

Und um für uns und alle die es interessiert unseren Traum und die Entstehung zu dokumentieren, gibt es einen neuen Blog, unser
Hausbautagebuch "Unser Haustraum"