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27 Juni 2010

Alles Gute mein Mädchen!!!

Heute ist Dein Tag ...
und nachdem sich hier alles um meine "kleine Welt" dreht,
möchte ich heute diesen Beitrag ... schreiben ... für Dich mein "Kleine"!!!
Es geht Dir "wieder mal" nicht gutl.
Und so dachte ich in den letzten Tagen ganz besonders viel an die Tage nach Deiner Geburt.

Wir hatten ja schon ein Mädchen und ich sagte mal:
"Wenn ich mir meine Große so ansehe, möchte ich unbedingt noch ein Mädchen".
Und ... alle dachten Du wirst ein Junge ... aber wieder ein Mädchen ... und ich hab mich so gefreut.

Du warst ... zwar genauso groß wie Deine Schwester (53cm),
hast aber über 700g weniger gewogen als sie. Du warst so zart.
Eine Mangelgeburt erklärte man mir. Die Ursache war nicht klar.
Du bist geboren um 0.30 Uhr... am 27.06. (Siebenschläfer)  ;-)))


Am 28.06. morgens kam die Schwester mit Dir ins Zimmer und meinte ...
"Ihre Kleine hat ein Problem ... sie spuckt sehr viel ... hat schon fast 500g abgenommen,
jetzt spuckt sie auch noch Blut, wir haben schon den Kindernotarzt verständigt,
sie kommt in die Kinderklinik."

Meine Gedanken, meine Gefühle kannst Du Dir sicher vorstellen.
Du hast ja jetzt selbst  so ein kleines Mädchen.
2400 g hast Du dann gewogen... bei 53cm ... wenn ich Dich ansah ...
das hört sich jetzt bestimmt merkwürdig an,
 ich dachte ständig an das Märchen von Hänsel und Gretel ...
Die Stelle als Hänsel die Finger durch das Gitter steckt und sie noch zu dünn sind.
Deine Finger waren ganz dünn und lang.

Ich sehe Dich noch heute beim Transport in die Kinderklinik ... Du warst so winzig ... ich wollte nur eines:
In die Kinderklinik zur Dir ... schon 2 Stunden später war ich bei Dir.
Nach 1-2 Tagen hieß es, Du hättest Probleme mit dem Muskel am Mageneingang und durch das viele spucken ... sei wohl eine Ader geplatzt ... das wäre das Ungewöhnliche gewesen, weil Du eben Blut gespuckt hättest und das "normalerweise nicht vorkommt".
Aber jetzt, alles nicht so schlimm, Du wurdest mit so einer Art Hosenträger ins Bett gehängt, um den Muskel zu trainieren und bekamst Beruhigungsmittel für den Magen.
Nur ein paar Tage in der Klinik ... und Du dürftest nach Hause, natürlich müsste zumindest eine Tendenz zu sehen sein, dass Du zunimmst.


Dieses Bild entstand einige Wochen später im Krankenhaus, Dein Onkel Günter hatte mir seine Polaroidkamera geliehen.

Einige Tage später ... kamen wir zu Dir ins Zimmer ...
in meiner Erinnerung, ich glaube 3 Ärzte und 2 Schwestern standen um Dein Bett
sie waren ratlos. Kein Wort zu uns, ich spürte eine merkwürdige Stimmung ... Ratlosigkeit ...
mir wurde ganz schwer ...
 ... ich hörte etwas von geschwollenem Fuss ... ein Rätsel ... kein Mückenstich ... Untersuchungen ...
und ich, ich sah nichts ... keinen geschwollenen Fuss. Wo sollte der sein?
Ich war verzweifelt. Angst kam in mir hoch.
Später sagte man, Du hättest eine Knochenhautentzündung und müsstest noch länger in der Klinik bleiben.
Dies wäre am Fuß bei Babys ungewöhnlich und wieder der Spruch "normalerweise kommt das so nicht vor".
Jetzt bekämst Du hoch dosiertes Antibiotika als Infusion, den Fuss in Gips ...
erinnerst Du Dich, den hab ich Dir schon oft gezeigt?
Mein Mädchen ... mein kleines Mädchen ... mein Sorgenkind ...
Immer wieder wurde ich vertröstet ... immer wieder hieß es:
"Wenn morgen die Blutergebnisse in Ordnung sind, dann darf sie heim."
Ich konnte nichts essen ... Hunger bekam ich erst, wenn ich bei Dir in der Klinik war.
Ich pumpte daheim die Milch ab, wenn ich in der Klinik bei Dir war, stillte ich Dich,
um Dir wenigstens so, in dieser Zeit ganz nah zu sein.

Deine "große" Schwester selbst erst 2,5 Jahre alt, war in dieser Zeit sehr viel bei Deinen Großeltern,
aber nach einiger Zeit, sie mochte nicht mehr.
Sie hatte Sehnsucht ... nach Dir, ihrer "kleinen Schesta ... ihrem Baby ...",
nach mir ... nach einem "normalen Familienleben".
Ich konnte nicht anders ... täglich war ich über 7 Stunden bei Dir ... fast 9 Stunden aus dem Haus.
Es war wie ein Zwang, nur wenn ich Dich sah, fühlte ich mich besser.
Ich wollte bei Dir sein! Am liebsten ständig.


 Immer wieder neue Infusionen, immer wieder neue Stiche ... Sogar einen Herzkatheter haben sie Dir gelegt. Immer wieder hieß es, Du dürftest bei guten Blutergebnissen nach Hause. Ich glaube 3x habe ich Deine Kleidung mit in die Klinik genommen und immer wieder ... musstest Du dort bleiben.
Was ich in dieser Zeit alles für Schicksale anderer Kinder gesehen habe ... unvergesslich bleibt mir das.

Eines Tages, wieder die Kleidung dabei, ich sah in Dein Zimmer eine Schwester stand neben mir
(sie war zu der Zeit schwanger). Sie meinte "Ja, sehen sie nur rein, der Tropf ist weg".
Und mit Tränen in den Augen sagte sie: "Sie darf heute nach Hause". 
Du warst zu der Zeit ... ein Sorgenkind der Station ... ein
"So was gibt es eigentlich nicht - Kind".
Alle waren froh, als Du endlich nach Hause entlassen werden konntest.
Ein Sonderfall ... der Stationsarzt hat uns noch Jahre später wieder erkannt.


Meine "Kleine", noch heute ... es hört sich so grauslich an ... aber immer wieder... und Du weißt warum ... die  "schlimmen Jahre" ... Du weißt ... immer wieder warst Du mein Sorgenkind.


Es gibt einen Spruch ...
"Wen Gott liebt, den züchtigt er."
Er muss Dich sehr lieben mein Mädchen ... !!!!!

und auch ich:
Ich liebe Dich so sehr!!!!

Ich wünsche Dir heute einen ganz schönen Geburtstag!!!! Eine schöne Feier!!!!
Für Dein neues Lebensjahr wünsche ich Dir für Dich und Deine Familie, ganz viel Gesundheit ... Liebe ... Freude und
Segen ... Segen ... Segen !!!!

Und dieses Lied ist für Dich:
"Liebe ohne Leiden  und eine Hand die Deine hält ..."


Gott schütze Deine Lieben und Dich meine Mädchen!!!!

Kommentare:

  1. Ach, meine Liebe, du hörst dich sehr verzweifelt an! Ich kann dir nur immer und immer wieder wünschen, dass es bei euch gut wird, dass das Leben es besser mit euch meint und dass ihr trotz allem Schweren doch auch Freude am Leben haben könnt! Es ist ja immer so schwierig, für solche Situationen die richtigen Worte zu finden..... Ich denke, du weisst, dass ich mit dir fühle!
    Lass den Kopf nicht hängen- versuch, dem Schönen vermehrt Beachtung zu schenken und das Gute in der Verzweiflung nicht zu übersehen- gib nicht auf!
    Sei lieb gedrückt, bis bald,
    die Hummel-Bommel

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  2. Hallo Angelika..lange war ich nicht in der Bloggerwelt unterwegs und habe einiges verpasst und auch vermisst..nun lese ich deinen Post und bin sehr berührt...wir haben vor5 Jahren um das Leben unserer Tochter gebangt..und kann deine Emfpindungen nur zu gut verstehen...das Lied von Udo Jürgens berührt mich auch immer sehr...dir und deiner Familie wünsche ich alles Liebe und Gute..Liebe Grüße Irene

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  3. Liebe Angelika,
    nein, von Momo habe ich leider gar nix mehr gehört- ich hab ihr noch 2 mal gemailt, aber da ist Funkstille. Ich möchte mich ja auch nicht aufdrängen, aber sie ist mir doch sehr ans Herz gewachsen, und ich würde schon gerne wissen, wie's ihr so geht....
    Gerade gestern habe ich überlegt, ihr doch mal wieder zu mailen- mich beunruhigt das doch ein wenig..... Ach, ich mach das jetzt einfach!

    Ganz liebe Grüsse,
    die bommel'sche Hummel

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  4. Liebe Angelika,

    Deine Geschichte trifft direkt ins Herz! Danke für Deine Worte!

    Ganz besonders liebe Grüße von Sandra

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  5. Liebe Angelika,
    ach, du Arme.... nichts als Ärger und Kummer...... Ich drücke deiner Tochter die Daumen, und für dich hoffe ich, dass dir beim Unfall nix passiert ist??
    Ich hab Momo nochmal gemailt, habe aber immer noch nichts von ihr gehört. Ich warte jetzt mal wieder ein Weilchen ab, mal sehn, vielleicht mag sie mal wieder schreiben!
    Bei uns ist es wieder irre heiss, ich hänge so ein bisschen auf Halbmast. Aber bald gibt's Ferien (in 3 Wochen!), da freue ich mich drauf!

    Liebes, ich wünsche dir alles Gute, drück dich mal extralieb zurück und sende
    ganz herzliche Grüsse,
    deine Bommelhummel

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