Heute ... 13 Wochen und 1 Tag ... ohne DICH!!!
Ach Mama ... seit Wochen habe ich geschrieben ... DAS hier einzustellen, fällt mir so schwer.
Der Beginn DEINER GESCHICHTE ...
schwarz auf weiß ...
Tatsache?
Ich will nicht, dass ES Tatsache ist ...
Ich will Dich wieder haben ... Mama ...
Du fehlst mir so sehr!!!
Die Liebe bleibt / Peter Maffay
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Auf jeden Fall, hätte ich Dir beigestanden vor und nach Deiner Operation!!!
Nie ... nie werde ich mir verzeihen, nicht für Dich da gewesen zu sein!!!!
Im Nachhinein hat sie im Heim erklärt sie hätten alles richtig gemacht, SIE zu informieren. Wer dann die Angehörigen informiert ... ?
Das Heim nicht, die Betreuerin nicht ...
WO BLEIBEN UNSERE RECHTE???
Zum ersten Mal in Deinem Leben eine OP, in Deinem Alter ...
Ich glaube nicht, dass ich dem zugestimmt hätte.
Ich weiß nicht ...
Am Mittwoch vor Ostern auf ihren Anrufbeantworter gesprochen.
Bei mir hat sich niemand gemeldet.
6 Tage später (am Dienstag nach Ostern!!!) bekam ich am Nachmittag
um 13.30 Uhr einen Anruf einer Ärztin aus der Klinik.
Sie sagte, dass es Dir schlechter gehe, Du wohl in der Nacht einen Schlaganfall gehabt hättest. Du wärst am Vormittag noch ansprechbar gewesen und jetzt plötzlich so ruhig, man mache sich Gedanken. Im Krankenhaus machte man sich Gedanken, dass Du keinen Besuch von Deinen Angehörigen bekamst, die Betreuerin und die im Heim machten sich diese Gedanken nicht!
Wie konnten sie nur ... ???
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Noch heute bin ich dieser Ärztin dankbar,
nicht "nachgedacht hätte" ...
wer weiß ... weiter kann ich nicht denken...
sie hat nachgedacht!!!
Gott segne sie dafür!!!
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Ich fragte sie, was passiert sei, wieso Du im Krankenhaus liegst, ich wüsste davon nichts.
Ich bin sofort in die Klinik gefahren ... Wie blind fuhr ich, Tränen liefen über mein Gesicht.
Deine Betreuerin und das Heim fanden es wieder nicht für erforderlich, mich über Deinen Krankenhausaufenthalt zu informieren.
Sie nahmen mir so die Möglichkeit noch ein letztes Mal mit Dir zu sprechen,
Dein Tod / Kyra
Ich hatte Angst ... Angst wieder zu "verlieren" ... ich hatte doch schon ...
die Beiden verloren ... meinen Papa ... meinen Bruder ...
Zum ersten Mal, seit es Deine Enkelkinder gibt, gab es bei uns kein großes "Ostereier suchen" ...
Ich wollte nicht, wusste nicht warum, ich wollte einfach nicht.
Heute bin ich froh, wenn ich mir vorstelle, Du liegst im Krankenhaus,
wir wissen nichts davon ... und feiern daheim, alle zusammen, Ostern ...
Als Du das letzte Mal im Krankenhaus lagst, war ich täglich bei Dir.
Dieses Mal ... warst Du 6 Tage allein ...
wegen ihnen ...
Ihnen ist es egal, aber ich muss DAMIT leben!!!
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Der Betreuer hat lt. BGB § 1901 so zu entscheiden,
wie der Betreute selbst entscheiden würde, wenn er selbst entscheiden könnte.
Ich weiß, Mama Du wolltest nicht 6 Tage allein im Krankenhaus liegen.
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Als ich ankam, war ich mit Dir allein. Ich war fassungslos, als ich Dich sah.
Mehrmals rief ich sie an, wo sie denn wären, ich bräuchte sie dringend.
Wie es immer so ist ... ausgerechnet da, ein Stau.
Mama / Christina Stürmer
Ich war so froh, als sie endlich kamen. Gesprochen haben wir kaum.
Wir standen zu viert um Dein Bett, Deine beiden Enkelinnen, Dein Schwiegersohn und ich.
Die ganze Situation erschien so „hoffnungslos“.
Informationen hatte ich bis dahin noch wenig, wusste nur das, was die Ärztin mir am Telefon gesagt hatte.
Ich suchte jene Ärztin, sie meinte, Du hättest einen schweren Schlaganfall gehabt.
Ich war entsetzt, bis zu diesem Moment, bis zu diesen Worten hatte ich noch Hoffnung.
Die waren mit den Worten "schwerer Schlaganfall" nun zerstört.
Sie wollten jetzt weiter beobachten wie Du Dich entwickelst, ob Du Dich wieder erholst.
Was "zurück bleiben" würde, könnte man erst in ein paar Tagen sagen.
Dass Du Dich von diesem Schlaganfall nie mehr erholen würdest,
nie mehr die „Alte“ sein würdest, wusste ich bereits in diesem Augenblick.
Ausgesprochen hat diesen Gedanken von uns keiner.
***
Ich wollte Ruhe für Dich!
Noch immer hatte ich die Hoffnung nicht aufgegeben, obwohl ich wusste, dass es sehr schlecht um Dich stand.
Als ich da so stand, wurde mir bewusst ... in unserer Rollenverteilung ... Du bist jetzt die "Hilflose", die die beschützt werden muss. Ich muss Dich beschützen, alles was geschieht "überwachen".
Jetzt hatte ich das Recht auf "Kind sein" verloren.
Ich erinnerte mich daran, wie Papa damals im Krankenhaus war, an seine "letzten Tage".
Ich wollte nicht ... dass DAS Deine letzten Tage sind.
Aber eine Ahnung beschlich mich.
Gleichzeitig hatte ich Angst davor, dass Du nun "SO" noch Wochen, Monate, vielleicht sogar Jahre, .... "existierst".
Ganz tief in mir fing ich an zu beten ... um Hilfe für Dich,
dass Du nicht leiden musst ...
und doch gleichzeitig hatte ich diese Angst, dass Du nun "nach Hause" gehst ...
Ich hatte Angst Dich zu verlieren, Angst dass Du mich verlässt.
Angst schon wieder jemanden gehen zu lassen, den ich liebe.
Angst meine Mama zu verlieren ...
Es ist "normal", dass die Eltern vor einem "gehen".
Aber, wenn es "so weit" ist ... so weit sein könnte ...
Ganz leise liefen die Tränen ... "einfach so ... "
Halte durch / Xavier Naidoo
Wir wussten es schon lange ... irgendwann wirst Du "gehen". Sollte es jetzt so weit sein?
NEIN!!! schrie es in mir ...
Jetzt? Nein nicht jetzt ...
Nie!!!
Wo lernt man so cool zu sein,
wenn man Angst hat, man verliert, was man liebt?
Wenn ich Angst hab, ich verlier, was ich lieb?
Tränen im Kissen / PUR
Ich war nicht cool, wollte noch nie cool sein ...
Ich hatte Angst ... ich verlier was ich lieb ...
Ich wollte keinesfalls, dass Du allein bist, wenn "ES" so weit ist.
Ich drehte mich zu Dir um, hab Dir gesagt, dass ich "wieder komme".
Als mir die Worte bewusst wurden, die ich da gesagt hatte,
da bekam ich richtig Panik.
Diese Worte "Ich komme wieder, besuche Dich ... " hatte ich bei Günter und auch bei Papa gesagt.
Und bei beiden ... waren es meine letzten Worte an sie ...
Unruhe und Verzweiflung ... ergriffen Besitz von mir!
Am liebsten wäre ich geblieben ...
Wieder einmal hinterließ ich alle meine Telefonnummern mit dem Hinweis,
Ich weinte um Dich ... um die verlorene Zeit mit Dir ...





