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29 September 2010

Unsere kleine Prinzessin (5) ... Kindermund

Es tut mir leid, aber im Moment komme ich nicht mehr hinterher ... 
weder mit selbst einen Beitrag schreiben noch mit kommentieren ... 
ich hoffe niemand nimmt mir das übel ;-)))
Es liegt nicht nur an der Anwesenheit der "Prinzessin" sondern auch an meinem Notebook,
das will überhaupt nicht mehr so wie ich will ...
ich kommentiere inzwischen und speichere vorher in Word ab, denn oft kommt dann ein Absturz ...
dann schwitzen ... alles weg ...
wie oft ich schon Kommentare mehrmals geschrieben habe ... :-(((((
Also nicht nur ich, auch die Technik ist Schuld ;-))))

Aber ich möchte kurz der "Mama" berichten ... erzählen ... 
Kinder sind einfach nur sagenhaft !!!! .. und erheitern so manche Stunde ... 


Die Prinzessin spielt mit der Barbie ... sehr laut !!!
Ich sage: „Du musst nicht so schreien, die Barbies verstehen dich auch so.“
Prinzessin: „Die haben keine Ohren!“
Ich: „Doch, zwei. Soll ich sie dir zeigen?“
Sie nickt ganz heftig.
Ich zeige ihr die Ohren an einer ihrer Barbies. Erkläre ihr noch, dass die damit gut hören kann.
Darauf ihr Kommentar: „Aber die hört nichts, weil die hat Tomaten auf den Ohren.“
Ich glaube ich brauche nicht extra betonen, wie sehr ich innerlich lachen musste.  ;-))))

Am Sonntag habe ich mit ihr gespielt und sie hat beschlossen, wer gewinnt bekommt "Gummibärli".
Leider hat sie 2x verloren und ich wollte erkunden wie sie jetzt bzgl. der "Gummibärli" reagiert ;-))) 
Dann kam ihr Kommentar: "Mein Bauch sagt, dass er Hunger hat."
Ich: "Du hast noch Dein Fleisch von Mittag da stehen, das wolltest du später essen. Wenn Du  Hunger hast, kannst Du es jetzt essen."
Prinzessin: "Mein Bauch sagt er hat keinen Fleischhunger, sondern Gummibärenhunger."


Was soll man da noch sagen?  ;-)))

Inzwischen ist es so, dass generell nicht sie Hunger hat, sondern "mein Bauch sagt, dass er Hunger hat."


Eine neue Mütze ist fertig ... 
so ganz überzeugt bin ich nicht davon ... 
aber der Prinzessin gefällt sie, 
weil sie ist nämlich ... Originalton von ihr ;-))) "für wenn es schneit ist" ;-)))
Jeder kann ganz ehrlich seine Meinung dazu sagen ,... :-((((
 Sie will auf der anderen Seite auch noch eine Blume haben ... 



Heute hatte ich endlich die Ruhe mein Paket von Tanja  aufzumachen. 
Ich habe jetzt auch eines, ein Gewächshaus ;-)))


Jetzt wünsche ich allen einen schönen Tag ... bei uns ists neblig ... :-(((

Noch eine Frage hätte ich. Vielleicht kann mir jemand helfen?
Wieso kann ich Fotos nicht mehr direkt hochladen,  nur noch über "Picasa Webalbum"?



24 September 2010

Unsere kleine Prinzessin (4) ... des Rätsels Lösung


Schön, dass so viele bei dem Rätsel mitgemacht haben!!!!

Ich möchte betonen, dass die Lösung natürlich nicht von mir ist sondern von "unserer kleinen Prinzessin"

     b)  Eine Meerjungfrau die was auf dem Kopf hat 
und jetzt wie  ein Bär aussieht  

 ist richtig!!!!

Also ehrlich gesagt ich wäre nicht darauf gekommen. Sie hat mir das, während sie malte, erzählt.
Für mich war es eher ein Bär der ein Kleid trägt. ;-)))

 Ich gratuliere allen die so viel Phantasie haben und die Lösung richtig haben !!!!!    ;-)))

Die Hand ist nicht mehr dick ... sie kann wieder damit spielen !!!


Gestern ca. 18.15 Uhr bekam ich einen Anruf von unserer Patientin ... 
freudestrahlend ... happy ... glücklich ... 


"Ich darf heim ... morgen darf ich heim ... 
Der Arzt hat gesagt, ich könne auch daheim liegen und Schmerzmittel nehmen. 
Ich darf jetzt 3 Monate, bis Ende Dezember,  gar nichts tun ... weder im Auto mitfahren ... nix ... "

Oh wei ... 3 Monate ... so lange ... 



23 September 2010

Unsere kleine Prinzessin (3) ... Mücken sind doof


Heute ist die „Kleine“ mit einer geschwollenen Hand aufgewacht.
Der Mückenstich von gestern ist angeschwollen.
Unser Dialog war typisch für ein Gespräch mit einem Kind ...


Ich: „Hast Du gekratzt?“
Prinzessin: schüttelt ganz heftig den Kopf „nein“
Niemals würde sie kratzen ;-)))
Ich: „Hat´s gejuckt?“
Prinzessin: nickt heftig und sagt „jaaaaa“
Ich: „Mücken sind doof ... wann hast du denn gekratzt? Gestern?“
Prinzessin: schüttelt den Kopf ...
Ich: „Heute Nacht ... hat´s da gejuckt?“
Prinzessin nickt ganz heftig und sagt kleinlaut „jaaaa“
Ich: „Ich kenne das, man soll nicht kratzen aber macht es dann doch und bei mir schwillt das dann auch an.“
Und da stimmt sie mir mit einem ganz heftigen Kopfnicken zu ;-))))

Und dann haben wir gelacht und auf die Hand kam eine Salbe.
Jetzt hält sie die Hand vom Körper weg, weil mit dieser Hand kann sie heute keinesfalls und überhaupt gar nicht spielen ....

Gestern hat sie wieder gemalt ...

Wie immer, unsere Winnie ist mit dabei ;-)))


Man kann auch eine Hose bemalen ;-))))


Das staubt dann auch so richtig schön ;-)))

Jetzt noch ein kleines Rätsel ...
Ich hoffe die Mama der Prinzessin macht auch mit ;-)))


Was ist das?

      

       a)   Ein Bär der sich als Mädchen verkleidet hat
      
       b)  Eine Meerjungfrau die was auf dem Kopf hat und jetzt wie
            ein Bär aussieht   
  
 c)   Eine Maus die sich als Bär verkleidet hat und ein Kleid trägt







Viel Spaß beim raten!!!!


22 September 2010

Unsere kleine Prinzessin (2) und OP ...


Ich möchte mich erstmal bei allen, die mir geschrieben haben, ganz herzlich (!!!)  bedanken, .
Ich habe mich sehr über Eure aufmunternden Worte gefreut!!!
Ich werde in den nächsten Tagen allen antworten!!!!
Im Moment bin ich noch etwas "neben der Spur" ... noch sehr emotionsgeladen ...
ich muss erst wieder "zu mir finden".
Die letzte Zeit war für mich doch sehr anstrengend und vor allem sehr schwer zu ertragen.

Für mich die schönste Nachricht:
Die OP, meine Tochter hat es geschafft!!!
Ich bin so froh!!!
Jetzt kommt die lange Zeit der Ruhe, des "nur nicht auftreten ... " schonen ... schonen ... schonen ..."

Sie war ganz furchtbar verzweifelt vor der OP... hatte Angst ... stark sein, fiel mir da sehr schwer.
Leider lief -wie so vieles im Leben- nicht alles optimal. Sie bekam die sog. "... mir ist alles egal - Tablette" leider nicht, bzw. zu spät.
Sie war schon 2 Minuten nach der Einnahme im Vorbereitungsraum.
Gewirkt hat da die Tablette natürlich noch nicht.
Alles ging ganz schnell, wurde ein wenig hektisch.
Aber alles waren sehr lieb zu ihr, wir (mein Schwiegersohn in spe und ich) standen noch vor dem Raum und haben "gelauscht", bis sie sich beruhigt hatte.

Uns wurde gesagt, es dauert mind. 4 Stunden bis sie wieder im Zimmer ist.
Wir waren Kaffee trinken .. Rosen für sie kaufen ... ein Buch.
Und zwischendrin von mir immer ganz leise
"Lieber Gott bitte beschütze sie. Halte Deine Hand über die OP."

Wir waren so nervös, natürlich waren wir viel zu früh wieder zurück, schon nach 1,5 Stunden ...
Immer gingen unsere Gedanken zu ihr. 
Jede Minute dauert gefühlte 3 Stunden ... und als die 4 Stunden vorbei waren, wurden wir ganz nervös ..
Ich bin so froh, dass mein "Schwiegersohn in spe" bei mir war.
Alleine ... oh mei ...
Er tat mir so leid, er hatte ganz nasse Hände ...
Ich danke Dir sehr, dass Du bei mir warst, dass wir zusammen sein konnten!!!!!!!
Ich glaube es hat uns beiden geholfen.

2x hat er nachgefragt, und nach knapp 5 Stunden war sie endlich (!!!) wieder im Zimmer.
Lächelnd!!!!

Meine Erleichterung kann sich wohl jeder vorstellen ...

Ich kann meine Angst nicht mit logischen Gedanken erklären und weiß auch, dass sie übertrieben war ...
aber Angst hat ja oft nichts mit Logik zu tun.
Im Kopf wusste ich das auch, aber was hilft es, wenn der "Bauch", die Emotionen, ganz anders reagieren.
Ich habe "alles" sehr oft bis zu Ende gedacht und dann kam mir dieses Lied in den Sinn.

Wein' doch nicht Jenny
Auszüge daraus:
Die halbe Nacht lang lag ich wach und hab darüber nachgedacht.
Auf einmal war es Tag. Da stand Jenny in der Tür.
Weinend kam sie schnell zu mir. Tränennass war ihr Gesicht.

...
Wein doch nicht Jenny, komm nah zu mir.
Jenny, Mami ist für immer fort. Ja sie ist an jenem Ort,
wo die Menschen Engel sind, wo das Paradies beginnt.
Oh Jenny, wein’ doch nicht.

...
Schau, du bist doch nicht allein.
Ich werd’ immer bei dir sein.
Niemand trennt mich je von dir 

Und die Zeit, sie geht dahin.
Bald ist alles halb so schlimm.

...
Jenny, Mami ist für immer fort. Ja sie ist an jenem Ort,
wo die Menschen Engel sind, wo das Paradies beginnt.
Oh Jenny, wein’ doch nicht.
(Howard Carpendale)
Das Original ist von Elvis (Daddy don´t cry)

Und wenn ich den Punkt in meinen Gedanken erreicht hatte, dann war es ganz aus ... nur noch Tränen ...
Nur noch Angst.
Ich weiß, dass ich da ganz schlimm bin, meinen Mann wahrscheinlich zur Verzweiflung getrieben habe ...
der Arme!!!
Aber ich habe es eben schon oft erlebt ...
Ein geliebter Mensch kommt nicht mehr nach Hause ...

Aber ... alles "den Umständen entsprechend" gut.

Meine Mutter sagte zu uns immer der "Himmelpapa"

"Lieber Himmelpapa ich danke Dir dafür, dass Du meine Tochter beschützt hast!!!"

Meine Tochter hat einen Schmerzkatheter ... dadurch werden die Schmerzen etwas gedämmt.
Der Anästhesist meinte, ganz schmerzfrei wird er sie nicht bekommen, weil die OP doch sehr komplex war.

Ich war Montag und gestern den ganzen Tag bei ihr... mein Rücken weint ... ich hatte abends Schmerzen ... es war dann doch alles zu viel. Physisch wie psychisch ...
Wir sind überein gekommen, heute und morgen werde ich zu Hause bleiben ... meinen Rücken auskurieren,
wir werden telefonieren, GANZ OFT!!!

Die kleine Prinzessin, ihr gehts gut ...
Sie hat den Opa "bespielt" und ihm Geschenke gemacht.
Er hat "nebenbei" gearbeitet und diese Geschenke wurden neben sein Notebook gelegt.
Immer alles "schwesterlich und brüderlich" geteilt ;-)))


Als absolut gute Investition meinerseits hat sich das erwiesen:


Sie spielt stundenlang damit.


Sie mag so kleine "Fuzzeldinger". Umso kleiner die Teile sind, umso lieber ist es ihr.
Sie weiß ja nicht, dass ich für alle Fällle noch eine "Geheimwaffe" habe.
Ein Pollypocketschloß mit gaaanz vielen gaaaanz kleinen Teilen.

Heute Nacht hat sie leider schlecht geträumt.
Ich habe ihr dann gesagt, man muss das Kissen über dem Boden ausschütteln und dann fallen alle bösen Träume raus.
Ähm ... wie ich da drauf gekommen bin?
Keine Ahnung ;-))))
Aber es hat gewirkt. ;-)))

Im Moment kann ich leider keine "Blogrunde" drehen ... ich will für die Prinzessin da sein.
Ich glaube das können alle verstehen.
Ich wünsche allen einen schönen Tag!!!!



19 September 2010

Unsere kleine Prinzessin (1)

Meine Tochter ist im Krankenhaus, seit heute. Ich hab Angst ... unerklärbare ... 
mir geht es da ähnlich wie Elisabeth.
Die Schwestern im Krankenhaus scheinen sehr lieb zu sein und das beruhigt mich ein wenig.

Wir waren noch beim Essen, es war sehr schön und ich bin froh, dass wir das gemacht haben.
Die kleine Prinzessin ist jetzt bei uns.
"Die Mama" hat im Krankenhaus ihr Notebook dabei und kann so ein wenig den Aufenthalt der Prinzessin bei uns verfolgen.

So werde ich in nächster Zeit ein kleines Tagebuch ihres "Urlaubs" bei uns hier einstellen.

Heute hat sie die Mützen die ich gemacht habe "anprobiert".



Diese ist nicht so gut getroffen, aber die "Prinzessin" wollte nicht mehr Modell stehen.
Aber sie braucht unbegdingt auch noch eine Blume wie die andere Mütze (Originalzitat von ihr)   ;-)))

Und nach dem Aufenthalt im Garten, den sie ja so liebt, marschierte sie los


und ging einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen nach 


Sie lenkt mich ein wenig ab ... von meinen Sorgen und das ist ganz gut so.
Mit der "Mama" hat sie schon telefoniert ...


13 September 2010

OP ...



Wir waren beim Arzt, bei der Voruntersuchung zur OP ... ja,
meine Tochter muss nun doch operiert werden.
Wir wissen es schon länger ... aber
ich dachte ... hoffte ... wünschte, wenn ich nicht darüber spreche, ist es vielleicht nicht so.
Ein dummer Gedanke, aber vielleicht verständlich?
Eine komlexe OP sagt der Arzt ...
Eine Knochentransplantation ...

Die kleine Prinzessin wird in den nächsten Monaten viel bei uns sein,
weil die Mama überhaupt nicht auftreten darf. Das ist mit einer quirligen 4-jährigen kaum zu schaffen. Schade, dass jetzt die trübe Jahreszeit kommt, die Prinzessin ist doch so gern im Garten.
Aber wir werden jede Minute nutzen in der es so einigermaßen geht.

Heute in einer Woche wird meine Tochter operiert ...
Sie hat Angst, ich weiß das ... sie spricht zwar nicht viel darüber aber:

Ich kenne Dich mein Mädchen!!!!

Ich liebe Dich!!!

Es wird alles gut werden, denn da ist jemand der auf Dich wacht ... bei Tag und bei Nacht!!!
Ich hab ihn noch nie gesehn ... aber ich kann ihn spüren ...
er ist nah ... nah bei Dir ...

Montag und Dienstag bleibt mein "bester Mann" zu Hause, damit ich ins Krankenhaus kann.
Die kleine Prinzessin ist dann bei ihm. Das freut sie bestimmt, wenn sie den Opa ganz für sich hat.

Ich werde bei Dir sein so oft ich kann!!!

Denk jetzt an Dich und mach es so wie das Faultier


Gott schütze und segne Dich mein Mädchen!!!
Du weißt, er liebt Dich ... !!!

Ich hoffe sehr, dass Dir Dein Glaube helfen kann!!!

Ich hab Dich sooo lieb!!!!

08 September 2010

Weißt du waaas ...

Die kleine Prinzessin war letzte Woche für einige Tage bei uns ... ein Probelauf  für die kommende Zeit.
Wenn sie da ist, scheint die Sonne ...
Blödeln ... gackern ... kichern, das macht sie am liebsten.

Und dann diese weitreichenden Sätze, die im Moment fast immer beginnen mit:
"Weißt du waaaas .... ".
Natürlich wussten wir nicht ...
Was hinterher kam ... oft: "ich hab dich lieb" oder "ich liebe dich".
Da wussten wir vorher natürlich nicht, wer lässt sich das von so einem kleinen Wesen nicht gern sagen?!!!

An den Nachmittagen war meist der "kleine Prinz" auch hier ...
So manchen Blödsinn haben sie angestellt.
Hin und wieder musste ich leider ein ernstes Wort mit den beiden reden.
Im nachhinein muss ich aber über manche "Schandtat" doch schmunzeln ;-))

Die beiden "Künstler" haben unseren Terrassenboden verziert.




Und unsere Winnie natürlich immer mit dabei ... vorne an der Schnauze sieht man die blaue Kreide ;-))



Die Prinzessin hatte richtig Spaß, stundenlang kann sie sich mit malen beschäftigen.
Manches "Kunstwerk" finde ich doch sehr erstaunlich für eine 4-jährige ...







Diesen süssen Schmetterling hat sie auf unsere große Tafel gemalt ...
das ist mein absolutes Lieblingsbild


07 September 2010

Gartenbilder

Einige Fotos aus unserem Garten ... weil das Wetter ist ja eher wieder bescheiden...
vielleicht gibts so ein wenig Sonnenschein?

Der Fortschritt unserer Bananenstauden:

Das waren sie im Mai:


Anfang August:



Und das vor 2 Tagen:


Wir haben das überwintern im Garten zum ersten Mal versucht und es ist schon erstaunlich wie schnell die Bananenstauden wachsen. 

Das ist meine "Lieblingsecke".
Bevorzugt mit einer Wohn- oder Gartenzeitschrift ziehe ich mich hierhin zurück



28 August 2010

Ein trauriger Tag



Ich kann das kaum beschreiben wie das war, die Tage vor der Beerdigung.
Mit Deiner Frau habe ich die Formalitäten für Deine Beerdigung erledigt.
Wir wurden von einem Fahrer der Stadt München gefahren.
Was wir viel mehr gebraucht hätten, wäre jemand gewesen der mit uns redet.
Im Beerdigungsinstitut den Sarg aussuchen, die Ausstattung,
ihr war alles egal, sie meinte nur „mach du das“. Aber mir auch, mir war es eigentlich auch egal.
Und doch auch wieder nicht, es war mir doch nicht egal worin Du am Ende liegst.
Aber das war so unwirklich alles. Noch immer konnte ich es nicht glauben.
Ich wollte und konnte nicht glauben, dass Du nicht mehr da bist.
Also wollte ich auch diese Dinge nicht tun.
In so einem Moment herrscht die Vorstellung, wenn man das nicht tut, ist es vielleicht nicht wahr.
Ich wünschte mir so sehr, dass es nicht wahr wäre.

Dann zum Friedhof, die Grabstelle aussuchen. Eine Stelle mit Sonne und Schatten.
Dann ein warten ... auf das Unvermeidliche. Von Montag bis Freitag.
Wie ich diese Zeit überstanden habe, ich weiß es heute nicht mehr.
Wir haben uns vorbereitet wie zu einer Feier. Für jeden von uns war es wichtig, auch wie wir aussehen.
Noch einmal schön machen nur für Dich!!!!

Es war klar, auch die Presse wird da sein, Du warst schließlich der "Held von Trudering".
Wir werden beobachtet von Anfang bis Ende.

Das machte uns Angst.
Für jede von uns wurden „Menschen abgestellt, die sich um uns kümmern sollten“.
Für mich waren Freunde von Dir vorgesehen. Ich weiß noch, dass sie mich nicht aus den Augen ließen.
Ich war an den Tagen vor Deiner Beerdigung täglich am Friedhof, in der Halle, in der Du aufgebahrt warst. Aber glauben konnte ich es trotzdem noch immer nicht.
Einmal als ich aus der Halle kam, flog direkt vor meinen Füssen eine Taube auf den Boden und blieb sitzen. Hört sich so komisch an, aber sie sah mich an ... und blieb da sitzen und sah mich an.
Und irgendwie hatte ich das Gefühl, das bist Du ... eine Nachricht von Dir ... für mich.


Das Datum Deiner Beerdigung wird keiner von uns vergessen. Es ist der Geburtstag unserer Nichte.
Wie traurig ... solch ein Tag. Immer damit verbunden, dass Du an dem Tag beerdigt wurdest.
Wir kamen am Friedhof an, da standen, Busse und alle waren besetzt mit Mitarbeitern des MVV München.
Alle in der Kleidung des MVV, in der Kleidung in der wir Dich so oft gesehen hatten.
 Noch heute bei dem Gedanken, bekomme ich eine Gänsehaut. Sie waren alle da ,wegen Dir!
Welch ein Anblick. So viele Busfahrer ...
In der Aussegnungshalle es dauerte so lange. Es wurden Reden gehalten ...

"München wird auf ewig in Deiner Schuld bleiben" hieß es.

Ich saß neben unserer Schwester, wir hielten uns an der Hand, ganz fest.
Ich sagte zu ihr „Ich kann es nicht glauben, ich kann es einfach nicht glauben“.
Und sie erwiderte „Ich auch nicht, das ist so unwirklich."

Es wurde das Lied "So nimm denn meine Hände gespielt."

Den Weg anschließend, hinter Deinem Sarg her ... ich weiß ihn noch genau.
Ich weiß noch, wie die Fotografen vor uns gelaufen sind, um ihre Fotos zu machen.
Unmöglich fand ich das. Am Grab, die Szenen daran kann ich mich nicht mehr so genau erinnern.
Aber noch an den Chor, sie sangen "Alle Sorgen groß und klein, schlafen friedlich mit Dir ein".
Aber nicht unsere Sorgen ... nicht unsere Trauer, um Dich!
Ich weiß noch, als ich an der Reihe war, mein letzter Gruß zu Dir.
Ich hatte Dir einen Brief geschrieben, meine letzten ganz persönlichen Worte an Dich.
Keine Erde, nein Erde wollte ich Dir nicht aufs Grab werfen, das konnte ich nicht.
Rosa Rosen bekamst Du von mir.


Direkt vor dem Grab, bin ich beinahe ausgerutscht.
Es war alles zu viel, mir sackten die Füsse weg.
Die Presse hat hinterher geschrieben „Die blonde Schwester des Toten brach am Grab weinend zusammen.“
Wie man sich nach so einer Beerdigung zum „Leichenschmaus“ treffen mag, wird mir ein ewiges Rätsel sein. Ich weiß noch wie ich da saß ... mein erstes Essen nach der Nachricht, dass Du gestorben bist.
Ich kam mir vor wie in einem schlechten Theaterstück bei dem ich mitspielen muss, ich wollte weg.
Bei uns am Tisch wurde sehr wenig gesprochen. Keinem war nach reden zu Mute.
Irgendwann bin ich einfach geflüchtet.
Zurück zum Friedhof ... dort war unser Cousin und hat die Kränze geordnet.
Er, der immer so fröhlich war ... selbst er war sprachlos.

Wie Mama das überstanden hat, welche Kraft sie das gekostet hat, kann ich nur erahnen.
Du warst doch ihr Liebling, das war uns allen klar, es war ein offenes Geheimnis.
Und wir fanden das ganz normal, wir sind damit aufgewachsen.
Niemand war darüber erstaunt, auch keine von uns böse deshalb.

Es war so leicht, Dich zu lieben war so leicht!!!
Du hast es jedem leicht gemacht Dich zu mögen,
durch Deinen Humor, Deine Lebensfreude und auch durch Deine Anteilnahme.
Ich hätte Dich so gern zurück geholt, mit meinen Gebeten, meinen Wünschen.
Wenn Wünsche in Erfüllung gingen, Du wärst sofort wieder bei uns!

Ich vermisse Dich so sehr!!!!


"Du bist tot ... solange ich lebe ... "


Memento
Vor meinem eigenen Tod ist mir nicht bang,
Nur vor dem Tod derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?

Allein im Nebel tast ich todentlang
Und laß mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
Der weiß es wohl, dem dieses wiederfuhr
Und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: Den eigenen Tod, den stirbt man nur,
Doch mit dem Tod der anderen muß man Leben.
(Mascha Kalèko)


Niemals geht man so ganz

"Mein Glaube tröstet wo die Liebe um Dich weint."

.

23 August 2010

Großer Bruder ... Du fehlst mir so!




Heute ... noch heute weiß ich viele Details von jenem Tag.

Die Tage vorher so viele schlimme Nachrichten, Lungenentzündung, Nierenversagen.

Am Samstagabend  rief mich Deine Frau an, sie meinte, es ginge Dir besser.
Du warst an die Dialyse angeschlossen worden und Deine Werte wurden dadurch besser.
So viel Hoffnung. Wir waren so froh!

Am nächsten Tag, Sonntag um 9.15 Uhr klingelte bei mir das Telefon.
Ein Arzt aus Murnau meldete sich bei mir.
Er meinte, er würde mich im Auftrag meiner Schwägerin anrufen.
Seine Worte weiß ich noch sehr genau!

"Ihr Bruder hat es geschafft, er ist über den Berg." (Welche Erleichterung)
"Er ist friedlich eingeschlafen."
Ich verstand im ersten Moment gar nichts mehr.
Was hatte er gesagt? Über den Berg? Friedlich eingeschlafen?
Aber über den Berg ... heißt doch ... es geht Dir besser ... ?
Er meinte dann: "Sie müssen es ihrer Mutter sagen, wir müssen die Presse benachrichtigen.
Bevor sie es aus dem Radio erfährt, wäre es besser, sie sagen es ihr".
"Ich? Ich kann doch meiner Mutter nicht sagen, dass ihr Sohn tot ist.
Das kann niemand von mir verlangen. Das ist zu viel ... das schaffe ich nicht."

Ich war nicht im Stande.
Hatte die 12 Tage vorher so viel erlebt, so viel erfahren ...
Ich rief meine Schwester an, ich wollte dass sie das tut.
Sie hat Dich nicht besucht, sie machten Urlaub am Chiemsee.
Ich war nicht im Stande.

Ich ging zum Fenster, konnte nicht verstehen, dass die Autos noch fahren.
Nicht verstehen, dass das Leben weiter geht, wo meines doch im Moment still stand,
irgendwie vorbei schien.
Ich schrie ... ich konnte noch so viel denken, dass die Kinder weg mussten.
Sie waren noch so klein ...
Ich lies sie abholen, war nicht fähig mich um sie zu kümmern.
Ausserdem sollten sie mich nicht "so" sehen.
Schon eine halbe Stunde später wurden sie abgeholt.

Ich rief eine Freundin an, sagte ihr was passiert sei,
ich spürte ihr Entsetzen, ihre Sprachlosigkeit,
sie meinte "Ich weiß jetzt nicht was ich sagen soll ... ".
Ich sagte nur: "Gar nichts, ich bin froh, dass Du am Telefon bist, auch wenn wir nur schweigen.
Du mir beim weinen zuhörst. Nur, dass jemand da ist, sei es auch nur am Telefon."
Manchmal können Worte zu viel sein.

"Das Leben geht weiter." Diesen Spruch mag ich gar nicht, kann mit ihm nichts anfangen.
Ich weiß, dass es weiter geht, aber für mich scheint es in dem Moment still zu stehen.
Vorbei zu sein.

Meine Schwester, sie fuhren wohl sofort los ... eine knappe Stunde später klingelten sie bei mir.
"Wo ist Mama, die sind nicht im Garten." waren ihre Worte.
In dem Moment ... oh weh, die sind bei unserer Tante.
Mein Schwager meinte "jetzt macht nicht mehr rum, ihr müsst es ihr jetzt sagen".
Ich sah meine Schwester an, schüttelte den Kopf ... "ich kann nicht."
Sie rief an, unser Onkel war am Apparat. Der Lautsprecher an meinem Telefon war an.
Aus den Antworten meines Onkels erfuhr meine Mutter was passiert war.
Sie weinte und sagte ständig "Mei Bua ... mei armer Bua."

Ich wollte sie und meinen Vater abholen, wollte nicht,
dass sie in der Situation mit der S-Bahn nach Hause fahren..
So oft war ich diese Strecke schon gefahren.
Ich verfuhr mich mehrere Male. Wie ich dann dort angekommen bin, weiß ich heute nicht mehr.
Im Auto dachte ich "das hast du dir eingebildet, die Worte waren doch klar, er ist über den Berg."
Ich war der festen Überzeugung, dass mich alle für verrückt erklären würden, wenn ich ankomme.
Es war alles so unwirklich. Er war doch vorher nie krank.
Die Gesichter, die Trauer, all das belehrte mich eines Besseren.
Alle waren sprachlos. Man spürte förmlich das Ensetzen über das für uns Unglaubliche.
Es war gerade Mittagszeit.
Nein, an essen war nicht zu denken.

Am Nachmittag trafen wir uns alle bei mir.
Meine Schwägerin kam auch.
Solche Tage ... das Unglück ist kaum begreifbar.
Und doch, man konnte es förmlich im Raum fühlen.
Die Fassungslosigkeit, Ratlosigkeit und den puren Schmerz.
Irgendwann versiegen auch die Tränen.

Ich wollte so gern von Dir Abschied nehmen. Und durfte nicht.
Durfte Dich nicht mal mehr am Krankenbett besuchen.
Du solltest tot sein. Ich konnte es nicht glauben.
Dass mich das mein ganzes Leben lang begleiten sollte,
dieses Gefühl mich nicht von Dir verabschiedet zu haben, das war mir damals nicht bewusst.

Viele Worte die ich Dir noch gern gesagt hätte.
Eine Freundin von mir meinte einmal:
"Du brauchtest ihm nicht sagen, dass Du ihn liebst, Eure Liebe war für jeden spürbar!
Das hat jeder gesehen."




Kürzlich habe ich einen Spruch gehört, so in etwa:

"Den eigenen Tod braucht man nur sterben,
aber mit dem der Anderen muss man leben."





Du bist nicht mehr da ...
und wir, wir müssen ohne Dich weiter leben ...

Noch heute, ich vermisse Dich so sehr!!!



Ja, ich wollte ... ich hätte so gern, es wäre so wichtig gewesen:

"Ich wollte noch Abschied nehmen ... und durfte nicht,
SIE hat uns nicht gelassen ... "

Ich vermisse Dich so sehr ... !!!
Ich werde Dich IMMER vermissen!!!