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15 Dezember 2010

Glaube mir ... ich hab Dich lieb!



Heute ist er wieder, jener Tag, es wiederholt sich ... und immer wieder ist es doch so gegenwärtig ...

Du warst nicht mehr da. 
So viele Jahre hatte ich Angst davor, sogar oft geträumt, dass Dir etwas passiert, Du krank sein würdest. 
Und plötzlich war er da, jener Tag und es ist schlimmer als man es sich vorstellt.

Es schien Dir besser zu gehen in diesem Jahr. Wir hatten Hoffnung, haben wahrscheinlich auch verdrängt. 
Und nachdem das Unbegreifliche am 23.August passiert ist, war ich so mit mir selbst beschäftigt. 
Und Du ... ich glaube ab diesem Tag hast Du Dich aufgegeben.
Und ich habe es übersehen!


Es war ja nicht das Einzige was in diesem Jahr mein Leben auf den Kopf gestellt hat. 
Die Trennung, die Fortbildung ... mit Deinen „Madl´n“ allein.

Niemand hat darüber nachgedacht, dass auch Du leidest, dass auch Dir sein Tod nahe geht.
Alle haben nur an Mama gedacht. Es war ihr Sohn und Du warst „nur“ der Stiefvater. 
Du hast ihn geliebt. 
Am 28.8. bei der Beerdigung habe ich das zum ersten Mal verstanden. 


Aber auch ich habe nicht an Dich gedacht. 
Ich habe nicht gedacht, dass Du so „mitgenommen“ bist. 
Nicht daran, dass Du so krank warst. Ich hab es wohl gewusst aber nicht gesehen. 
Ich war zu sehr gefangen in meinem eigenen Schmerz, meinem eigenen Leben , das sich in diesem Sommer so sehr verändert hatte. 
Ich war damit beschäftigt, den Tod meines Bruders zu verkraften.
Es überhaupt zu glauben, dass das Wahrheit ist.


Ich habe mich nicht um Dich gekümmert. Nicht bemerkt, dass es Dir immer schlechter geht. 
Ich war so eingesperrt in mir selbst. 
Hatte zu tun, mit den beiden Mädels, mit mir und dann noch diese Fortbildung, 
die ich zu einer Zeit geplant hatte, als ich noch „in der Spur“ lief. 
Ich wollte sie doch auch machen, wollte, dass Du stolz auf mich bist. 
Und dabei habe ich Dich übersehen ... nicht bemerkt ... wie sehr Du auf mich gewartet hast.


Verzeih mir bitte Papa!!!!

Du warst für mich, der Ruhepol in meinem Leben.
Mein Tröster, den ich angerufen habe, wenn ich Probleme hatte. Und ich hatte viele.
Ich wusste, Du bist mein Fels in der Brandung.



Ich habe Dich im Stich gelassen.
Dafür gibt es keine Entschuldigung.

Als es fast zu spät war, als es Dir schon sehr schlecht ging, wurden mir Vorwürfe gemacht. 
Nein, nicht von Dir, niemals von Dir, Du hättest nie etwas gesagt!!! 
Mama erzählte mir, dass Du mehrmals gefragt hättest, warum ich nicht komme. 
Wieso ich Euch nicht besuche.

Mir wurde das auch später noch häufig vorgeworfen. 
Noch heute höre ich den Satz Deiner Schwester in mir  „du kommst ja immer zu spät“. 
Sie und ihr Mann sie wollten 4 Tage vor Deinem Tod nicht glauben, wie schlecht es um Dich steht. 
Haben mir bei dem Telefonat nicht geglaubt, dass sie Dich jetzt besuchen müssten, wenn sie Dich noch mal sehen wollen. 
Ich hatte ihnen erzählt, dass ich mit dem Arzt gesprochen hätte.
Wirklich geglaubt haben sie mir nicht. 
Sie waren entsetzt als sie Dich dann gesehen haben. 

Deine letzten Tage ... ich war so viel bei Dir wie ich konnte. Von morgens bis abends.
Es war so schlimm zuzusehen, wie Du förmlich „verschwindest“.
Deine Schmerzen, Du warst „unleidlich“, teilweise auch ungerecht, was ich von Dir überhaupt nicht kannte. 
Ich weiß noch jenen Vorfall mit den Tabletten. 
Ich sollte Dir Tabletten besorgen ... wollte aber doch bei Dir sein.
Jede Minute die möglich war wollte ich mit Dir verbringen.
Wahrscheinlich dachte ich, so etwas noch nachholen zu können. 

Also bin ich zu einer Krankenschwester gegangen. 
Sie gab mir sofort Schmerztabletten für Dich, weil es ... Du solltest bekommen was Du wolltest ... 
Ich kam zurück, war so stolz Dir zumindest jetzt helfen zu können. Dir einen Wunsch erfüllen zu können. 
Du hast mich förmlich „zur Schnecke gemacht“. Das warst Du nicht, so kannte ich Dich nicht. 
Alle standen da, Deine Schwester, ihr Mann, wir waren an jenem Tag zu fünft an Deinem Bett. 
Und alle haben es gehört. Du wolltest die Tabletten nicht von der Klinik, weil Du dachtest die Ärzte gäben Dir dann später keine mehr. 
Du wusstest nicht, oder wusstest Du doch und wolltest es uns nicht merken lassen? 
... dass sie Dich aufgegeben hatten. 
Mir kamen durch Deine Worte die Tränen, ich wollte nicht, dass Du siehst, dass ich wegen Dir weine. 
Bin raus gegangen, ganz langsam. 
Mama kam hinter mir her. 
Sie sagte „reg dich nicht auf, er weiß nicht dass er dir damit weh tut. 
Er hat Schmerzen und wird dadurch ungerecht.“ 
Sie sagte Du hattest gefragt was ich hätte.
Da meinte Mama „die ist raus, weil sie so lachen muss, weil du so schimpfst.“ 
Ich war und bin ihr noch heute dankbar dafür.

Noch heute muss ich bei dem Gedanken an diese "Geschichte" lächeln.

Es ging so schnell ... Täglich war etwas anderes.
Sogar die Ärzte waren über Deinen raschen „Verfall“ überrascht. 
Am Donnerstag den 10. sagten sie mir, dass es wahrscheinlich noch einige Monate so gehen würde, 
Du aber nicht mehr nach Hause kämst

Aber ... ich glaube, Du wolltest einfach nicht mehr.
Das mit Günter ... war zu viel für Dich.


Schon am nächsten Tag rief mich der Arzt an, ich solle kommen, Dir ginge es zusehend schlechter. 
An diesem Tag hätte ich um 10 Uhr eine Prüfung schreiben sollen..... ich bin um 8 Uhr bei Dir in der Klinik gewesen. 
Du solltest gerade zum Augenarzt gebracht werden. Aber Dir galt nur die Sorge was mit meiner Prüfung ist. 
Es wurde festgestellt, dass Du auf dem einen Auge bereits blind bist.. Dass sie nicht wissen wie lange noch ... vielleicht einige Wochen ... 
es war  Freitag, der 11. Dezember!!!
Die Prüfung habe ich an diesem Tag nicht geschrieben. 
Ich bin noch zur Schule gefahren, aber dort brach ich zusammen. 


Ich wollte einfach nur bei Dir sein!


Es ging so schnell. Am 14. Dezember war ich den ganzen Tag bei Dir. 
Am 13. waren noch Deine beiden „Madl´n“ da. Du hast Dich gefreut als Du die beiden gesehen hast.



Am 15. Dezember bist Du ... am Morgen um 5 Uhr kam der Anruf. 
Du wärst aufgestanden, zusammen gebrochen und gestorben. 
Ich bin ins Krankenhaus gefahren, ich hab Dich noch gesehen. 
Ich bin so froh, dass ich diese Möglichkeit hatte.
Ich konnte mich noch verabschieden von Dir!!! 



Aber ich konnte Dich nicht mehr um Verzeihung bitten. 
Ich konnte nicht mehr erklären, was mir doch so sehr auf der Seele lag.
 Wie sehr ich bedauere Dich so enttäuscht zu haben. 
So viele Worte bleiben ungesagt und nie mehr die Möglichkeit sie auszusprechen. 
Nie mehr können wir darüber reden. Nie mehr kann ich erklären. 
Wahrscheinlich hatten sie recht, ich kam wieder mal zu spät. 
Du warst kein großer Redner. 
Deine Augen haben gesprochen, ganz viel konnte ich darin lesen. 
Aber wenn Du gesprochen hast, dann waren das keine leeren Worte.


Warum habe ich Dich in Deinen letzten Tagen nicht um Verzeihung gebeten?
Warum habe ich nicht gesprochen?

Jetzt ist es zu spät. 
Ein Versäumnis das nie mehr rückgängig gemacht werden kann. 

Ich hätte reden sollen. 
Ich habe es nicht getan. Vielleicht weil es die Endgültigkeit gezeigt hätte?
Ich hatte Angst. 
Wusste nicht was ich mir wünschen sollte. 
Dass Du sterben darfst und von Deinen Schmerzen erlöst bist?
Aber ich wollte Dich doch bei mir behalten. 
Es ist so schwer, dieses "zusehen" müssen ... 



Wie sehr ich Dich geliebt habe!!!
Und doch habe ich übersehen wie sehr Du mich in Deinen letzten Wochen gebraucht hättest. .


Ich habe Dich im Stich gelassen.

In Deinen letzten Wochen ... Monaten, habe ich als Tochter versagt.

Diese Schuldgefühle trage ich noch heute mit mir.

Ich selbst werde mir das nie verzeihen!!!

Bitte verzeih Du mir Papa!!!

Ich liebe Dich Papa!!! Du fehlst mir ... !!!! 



14 Dezember 2010

Adventstimmung


Am Freitag  hat mein Mann seine Mutter besucht.
Ich finde, wenn er "so etwas" mit bringt, kann er vor Weihnachten gerne noch öfter zu seiner Mutter fahren ;-)
Ich sage Euch, die sind sooooooooo lecker!!!! 




Bei uns ist der "jährliche" Bastelvirus" ausgebrochen. 
Gemütlich ist was anderes ;-))) 
So sieht unser Tisch im Moment aus:


Aber unser "Zweit - Kripperl" soll "aufgehübscht" werden. 
Neue Figuren sollen hinzu kommen und die habe ich zum ersten Mal selbst gemacht. 


Das sind meine beiden "Erstlingswerke" ;-)))


Die anderen haben noch kein Gesicht. 
Die zeige ich in den nächsten Tagen. 

Mein Mann macht für unsere Krippe einen Schäferwagen. 
Ich habe da nämlich so ein schönes Buch und da habe ich lauter Zettelchen rein geklebt,
was ich alles haben möchte. Die kleinen Zettel sind rosa. 
Ich glaube ich brauche nicht zu sagen, dass ziemlich viele rosa Zettelchen eingeklebt sind ;-)))


Den hat unser "kleiner Prinz" gemacht:


Am Samstag hat mein Mann den kaputten Herd ausgebaut. 
Es hat sich heraus gestellt, dass der Elektroherd die Ursache war. 
Bei der hinteren Wärmeplatte ist das Kabel schon ganz braun.



Irgendwie hat wohl das Kabel gebrannt und durch die Funken, 
fing die Arbeitsplatte zu brennen an. 
Jetzt haben wir uns entschlossen, nur den Elektroteil auzutauschen.
Das erschien uns im Moment die einfachste Lösung. 

Bei uns liegt im Moment wieder Schnee, 
und es ist ganz kalt ... 
aber der Schnee sieht so schön aus ;-)))






08 Dezember 2010

Schreck am Abend


Gestern Abend ... ich wollte mir einen Kaiserschmarrn machen, mein Mann war mit Kollegen beim essen.

Wir haben in der Küche eine Kombination aus Elektro- und Gasherd. 
Zwischen den beiden Elementen ist ein kleiner Spalt. Sehr unpraktisch, weil da auch alles mögliche rein fallen kann. 
Man muss ständig aufpassen.
  Aber natürlich weiß man nicht, was die "Vorgänger" so gemacht haben. 

Als wir hier eingezogen sind, habe ich festgestellt, dass es in und aus diesem Spalt hin und wieder blitzt. 
Den Gasteil habe ich nur 1x benutzt, weil mir das mit dem blitzen und gleichzeitig eine Gasleitung, die zum Tank führt, unheimlich war. 
Das Gas habe ich auch abgedreht. 
Diese ganze Konstruktion, dass die beiden Teile nicht weiter auseinander sind, 
das alles kam mir immer merkwürdig vor. 

Vor einigen Wochen kam plötzlich eine kleine Flamme aus dem Spalt. 
Ich erzählte das auch meinem Mann, auch, dass mir das Angst macht ...

Er hat wohl nicht richtig zugehört ... mich nicht ernst genommen ... ???
Aus unserem Herd kommen Flammen!!! 


Ich hatte es dann auch "verdrängt", mehr oder weniger erfolgreich.
Gern gekocht habe ich auf diesem "Monster" nie!!! 

Gestern nun, kam auch wieder eine Flamme und die wurde immer größer und ging nicht mehr aus. 
Ich bekam regelrecht Panik, konnte doch nicht da auf die Elektroelemente Wasser schütten. 
In einem "lichten Moment" warf ich ein Küchentuch drauf, weil ich dachte "ersticken ... Flamme ersticken". Das half gar nichts, das Tuch fing schon zu kokeln an ... ich rief meinen Mann an, weil auf das "naheliegendste" kam ich natürlich nicht "erstmal Strom aus". 
Von Wasser hat er mir auch abgeraten, die Flamme wurde größer, es stank bereits fürchterlich. 
Ich stand vor diesem brennenden Herd, voller Panik, 


dann warf ich 2 Geschirrtücher drauf und das Feuer ging aus. 



Alleine dass ich mich mit dieser hässlichen alten Küche aus den 80érn abfinden muss, weil wir die -laut Vermieterin- nicht entfernen dürfen, aber der Herd geht gar nicht!!!!!!

Es ist ja auch völlig unklar, was im Innern dieses „Teiles“ passiert ist.
Denn es brannte ja von innen nach außen.

Ich glaube, ich brauche nicht zu betonen, dass ich auf diesem Herd nie mehr kochen werde!!!!!!!!


Zuhören ... kann manchmal doch ganz hilfreich sein ... ?


Warum reagieren Menschen immer erst, wenn es zu spät oder 
fast zu spät ist?


Wenn schon "etwas passiert" ist?




29 November 2010

Ein Päckchen


Gestern war der erste Advent und auch bei uns ist langsam die Weihnachtsdeko überall






Die Prinzessin und der Prinz haben auch Adventskränze gebastelt, 
mit meiner "kleinen" Hilfe ;-)))



Das ist in diesem Jahr unser Adventskranz in der Küche. 


Letzte Woche schon habe ich ein Päckchen erhalten.
Leider ging es mir gesundheitlich nicht so gut und darum kann ich erst heute zeigen was ich bei  Ruth gewonnen habe. 

Unglaublich was da alles rein passt.


Ich habe mich sehr gefreut. 


Ich habe ausgepackt und ausgepackt,
das wollte gar kein Ende nehmen. 







Ein paar Kleinigkeiten haben spontan ein Plätzchen gefunden:


Liebe Ruth vielen herzlichen Dank, Du hast mir wirklich eine große Freude gemacht!!!!

Nach einem Spaziergang gab es die gestern bei uns, sie waren soooo lecker!!!!



Nun wünsche ich allen einen guten Start in die neue Woche!!!!


17 November 2010

Kinder als Druckmittel ...

Unsere kleine Prinzessin ist wieder mal hier ... 
Wir haben UNO gespielt ... 
sie saß so da und sagte plötzlich ... 
"Weißt du was du daaarfst ... "
Ich schüttelte natürlich mit dem Kopf, wusste nicht ... 
Da meinte sie "Du daaarfst mir zu meinem Geburtstag eine Barbie schenken". 
Ein lachen habe ich mir verkniffen, nur noch gesagt "das ist aber lieb von dir, danke schön ... "


Kinder ... auch wenn wir noch so traurig sind, entlocken sie uns ein Lächeln.


Gerade darum kann ich mich manchmal nur wundern ...

Wie manche Menschen ihre Kinder behandeln ... wie einen Besitz ...

Ein Kind ist kein Besitz,  „gehört“ niemandem!!!
Ein Kind ist ein Geschenk, das man „vorübergehend“ in seinem Leben aufnehmen darf.
Ein Kind hat Bedürfnisse, Wünsche, die sich oft nicht mit denen der Eltern decken.
Ein Kind ist auch kein Partnerersatz ... !!!

Ein Kind ist keine Waffe mit der man andere „erpresst“!!!


Ein Kind ist kein Druckmittel mit dem man seine eigenen Pläne durchsetzen kann.

Kinder werden auch erwachsen und denken nach!!!

Wenn die pubertierenden Kinder plötzlich anfangen zu denken, eine eigene Meinung zu entwickeln und nicht mehr alles was „daheim gesagt wird“ für gut empfinden, plötzlich rebellieren, dann wundert man sich.

Wenn Kinder als Druckmittel eingesetzt werden, vergessen sie das nie. 
Die kleine Seele nimmt ihren Schaden, diesen Schaden kann man nicht so einfach "reparieren". 

Wenn man Kindern etwas erlaubt hat und dann plötzlich „umschwenkt“ bloß weil man mit dem Gegenüber ein Problem hat, dann vergessen Kinder das nie!!!


Wie eine Barriere wird das Kind "benutzt" ... "ausgenutzt"


Die Worte "das ist mein Kind" werden heraus geschleudert wie ein Pfeil ... und der trifft.


".... sie wurden mit ihrer Liebe zueinander erpresst, das passiert immer wieder ... "


Jaaaa ... das passiert immer wieder. 
Und es funktioniert. Klar funktioniert es, weil Liebe doch das grösste Gefühl ist.
Aber ist es richtig?
Jemanden mit der Liebe zu einem anderen zu erpressen?


"Du bist nicht meiner Meinung, jetzt bleibt er/sie da."



Und das noch möglichst vor den Augen des Kindes, 
weil das wirkt für die Rache noch viel besser. 
Man sieht das Kind, will zu ihm und darf nicht. 

Mir kommt das vor wie im Kindergarten:
„Du warst nicht lieb zu mir, also darfst du auch nicht mit meinem Bärli spielen.“

Ein Kind ist aber kein Bärli ... 





Ein Kind hat Bezugspersonen und diesen Kontakt sollte man wegen eigener Konflikte mit diesen Bezugspersonen dem Kind nicht verbieten.
Vor allem dann nicht, wenn man vorher schon zugesagt hatte und dann plötzlich in Anwesenheit des Kindes seine Meinung ändert.


Kinder ... sind so kleine Hände ... 

"Enttäuscht sein heißt die Täuschung ist vorbei, man braucht nicht mehr mit ihr leben."


Aber in diesem Moment erlebt auch das Kind eine "Enttäuschung". 
Etwas worauf es sich vielleicht gefreut hat, darf es plötzlich nicht mehr. 
Aber man macht sich ja solche Sorgen um sein Kind, 
es ist "mein ein und alles". 
Ach ja? Warum wird es dann so sehr verletzt?


Und was für ein "Machtgefühl" soll das sein, das man auf dem Rücken eines Schwächeren austrägt?
Der Verlierer ist auf jeden Fall das Kind, denn es muss in der Situation bleiben.

Streitereien zwischen Erwachsenen sollten nicht auf dem Rücken von Kindern ausgetragen werden!


Es gibt einen Spruch aus Indien, ich weiß ihn -wieder mal- nur so ungefähr:
Erwachsene achten auf die Taten, die Kinder auf die Liebe.



11 November 2010

Hundekenner ?????? ... und andere Menschen .... :-(((((



Wir hatten am Sonntagnacht einen Wasser"Fall" in der Wohnung. 
Jetzt sollte ein Installateur kommen und diesen Schaden beheben. 
Heute waren sie da, 2 Männer. 
Ich LIEBE es, wenn ich mit jemandem über etwas diskutieren muss, was ich ganz sicher weiß!!!! 

Dieser Fleck käme nicht von der Dusche ... ähm ... oben wurde geduscht und dann kam bei uns das Wasser!!!
Dieser Zusammenhang dürfte doch wohl eindeutig sein?!!!! 
Aber ich bin ja nur ein kleines blondes Frauchen ... 
Sie hätten nur einen kleinen Schaden gefunden an der Dusche und von da käme nicht so viel Wasser. 

Dann kam er in unsere Wohnung .... Winnie zu ihm hin .... sie "begrüsst jeden".
Ich möchte betonen, dass sie niemanden anspringt, sondern "nur schnuppert".
Sie hatte den Schwanz ganz eingezogen ... schon fast angetackert am Bauch ... 
Er geht auf  Winnie zu auf bayrisch "wia a Narrischer ... " 
Winnie winselt schon ... weicht zurück, knallt vor Angst an die Tür ... 

Ich sage "bitte nicht .sie hat Angst.. Winnie geh in dein Körbchen ... "
Er ... jetzt kommts!!!! "Ach so .... ich dachte, das ist mein Hund."
WAAAAAAAAAAAAS?
Er ist in meiner Wohnung und denkt dann, das ist sein Hund .... ?
Wenn er einen Hund hat, müsste er ja wohl wissen was es heißt wenn ein Hund winselt
und den Schwanz eingeklemmt hat bis zum Bauch.



Ich mag das sowieso nicht, wenn jemand auf meinen Hund förmlich "zustürmt". 
Ich meine, da wundern sich dann die Menschen, wenn Hunde knurren und beißen.
Ich möchte betonen, dass Winnie das nicht macht!
Sie winselt eben, das heißt "Nein, bitte nicht, ich habe Angst, ich möchte das nicht."

Ist das das Problem?
Weil Menschen nicht zuhören, 
nicht aufpassen, es ihnen egal ist was Andere denken ... wie es ihnen geht? Nur an ihre eigenen Bedürfnisse denken!?

Ich sage zu etwas "nein", dann meine ich das auch genau so!!!! 
Wenn ich dann trotzdem "mitspiele", heißt das nicht, dass ich das in Ordnung finde.
Nur weil ich dann beim nächsten Mal nicht sofort was sage, heißt das nicht, dass mein "nein" einfach übergangen werden kann.
Wie oft oder wie laut muss ich "nein" sagen, damit ich gehört werde?
1x ... 3x .... 5x .....?


Muss ich erst 
- laut werden 
- wütend werden 
- "ausrasten" oder sogar
- weinen
damit ich verstanden werde?

Ein Kind sagt "nein, hör auf ... ich möchte das nicht ... "
Egal, man macht weiter, weil das ist ja "mein Kind". 
Wie soll das Kind dann lernen, dass "nein" auch nein heißt und dass es sich vielleicht (???) in einem gefährlicheren Moment damit helfen kann.
Wenn doch bei "harmlosen" Spielchen ... Raufereien und Balgereien auch niemand zuhört, keine Reaktion erfolgt.
Wenn das "nein" nicht wirkt, weil "es ist ja nur ein Kind". 

Ich meine, wir haben eine Verantwortung übernommen ... 
für Kinder ... für Tiere. 
Und das heißt, auch mal "zuhören" ... "hinhören". 
Und wenn das Kind "nein" sagt, das auch mal respektieren auch wenn man selbst etwas in dem Moment anders sieht. Wir wollen Kinder doch zu selbstbewussten Menschen erziehen.

Wie soll ein Kind bei uns ein "nein" respektieren, weil es lernt ja, dass "nein" gar nichts heißt.

NEIN heißt nein!
Bei jedem ... Hund ... Katze ... Kind ... Mann ... Frau ... !!!
Bei jedem Lebewesen!!!



10 November 2010

Ist das noch Shabby?


Ich mag den Shabby-Style. Auch wenn ich nicht alles was ich habe weiß anstreiche. Bei manchen Schränken und Dingen fällt es mir einfach schwer, sie zu „weißeln“. Weil ich den Eindruck habe, genau dadurch würden sie ihren Charme verlieren. Gefallen tun mir die vielen Dinge in weiß trotzdem.

Ja ... das ist Einstellungssache ob man alles "weißelt" oder nicht ...



Dieses Kreuz mag ich genau so wie es ist.

Ich suche für unser Wohnzimmer, ein Buffet oder eine Vitrine in weiß, weil wir hier ziemlich alles in weiß und braun haben.
Die Kommode auf der der Fernseher steht, ist weiß. Ich mag sie sehr!!!
Daneben soll die Vitrine, bzw. das Buffet stehen.
Ich habe auch schon bei dem großen Auktionshaus gesucht. 
Allein was ich da mitbekomme, treibt mich dazu, nur noch mit dem Kopf zu schütteln.

Ich meine, dass ich für die Farbe „weiß“ mehr bezahlen soll, kann ich akzeptieren.
Wenn sich jemand die Mühe macht und Gegenstände weiß streicht,  soll diese Arbeit natürlich bezahlt werden.
Und ich kaufe dann auch ;-))) 
Aber irgendwo hat dieses „bezahlen“ seine Grenzen.
Ein altes Buffet, das „nur weiß gestrichen wurde“ und das auch nur außen, soll statt 300€ dann 1700€ kosten. 
Hallo? Es ist und bleibt ein altes Möbelstück nur eben weiß angestrichen.. 

Soweit ich weiß ist die eigentliche Idee des Shabby-Style die, 
dass man "alte Möbel, bzw. das was man bereits hat, aufhübscht". 
Noch nicht mal die, dass man alles weiß anstreicht.. 
Es geht um "abgewohnte" Möbel ... um das "Unvollkommene".

Inzwischen haben auch die Möbelhäuser Möbel im Shabby-Style.

Bein uns in der Nähe in einem großen Möbelhaus:

Ich sah ein sehr schönes Buffet, leider in braun, für 869€. 
Ich blieb länger davor stehen ... es gefiel mir wirklich sehr gut. Aber eben ... es ist braun. 
Da sah ich einen Verkäufer und fragte ihn, ob sie ein ähnliches Buffet auch in weiß hätten.
Er deutete nur ca. 15m weiter und da stand genau dieses Buffet aber in weiß, auf "alt getrimmt". 
Und dann kam der Preisschock ... 

Dieses Buffet in weiß, im Shabby-Style kostet 2.099 €!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 

Das gleiche Buffet  ... ich ging noch mal zurück, konnte es kaum glauben. Der Verkäufer kam, sah mich an dem weißen Buffet stehen und ich konnte mich nicht beherrschen und meinte im schönsten bayrisch 
„Des is ja scho ausg´schamt, nur weil des weiß is ... kost des 2.099€.... " 

Ich bemerkte, dass ihm das selbst peinlich war, er versuchte noch etwas von „Handarbeit“ zu sagen. 
Ich erklärte ihm noch, dass es das gleiche Buffet nur in einer anderen Farbe sei.

Ich sah mich dann noch weiter um ... die Möbel in weiß ... will heißen weißer Landhausstil oder auch Shabby-Style alle unverhältnismäßig teuer.
Zufällig sah mich der Verkäufer noch mal, er meinte dann
„nehmen sie doch das braune und streichen sie es selbst weiß an.“ 
Aber ich kaufe mir doch kein neues Möbelstück um es dann weiß anzustreichen. 
Mal ganz davon zu schweigen, was mein Mann dazu sagen würde ....  ;-)))
Abgesehen davon, sehe ich nicht ein, dass ich „SOWAS!!!“ auch noch unterstütze.

Kann es sein, dass sich der Shabby-Style manchmal dazu benutzt wird, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen? Ich sehe das inzwischen etwas mit "befremden". Ich weiß, dass Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen aber muss man das denn dermaßen ausnutzen? Man schreibt hinter einen Artikel einfach nur "Shabby", bzw. streicht ihn weiß an und schon treibt das den Preis unverhältnismäßig in die Höhe. 







05 November 2010

Ausflugsbilder



Am letzten Sonntag haben wir einen kleinen Ausflug gemacht. Wir hatten vor 2 Jahren angefangen viel in den Bergen zu wandern, leider geht das wegen meiner gesundheitlichen Probleme nicht mehr.
Sehr lange waren wir nicht mehr in den Bergen unterwegs. Das Wetter war so schön und so haben wir uns große Mühe gegeben, eine nette kleine Runde auszusuchen. 
Schon die Fahrt ... ich fotografiere zu gern unterm fahren ;-)))



Mitten am Weg ... im Wald, dann diese Kapelle ... 



Den Herbst ...  ich mag ja eigentlich lieber den Frühling aber diese Farben im Herbst.
Als Kind wurde mir erzählt, dass jemand rum läuft und die Blätter anmalt ;-)))
 Na dann viel Spaß ... 


Die hat mein Mann fotografiert, weil ich Kühe mag, die haben sooooooooooo schöne Augen 



Hier wollten wir eigentlich essen gehen ... 
aber ganz viele Autos ... 
allerbeste Mittagszeit ;-)))


Und so sind wir weiter gefahren ... 


Zu Hause wurden wir schon erwartet, schließlich war "Halloween"





01 November 2010

Dein Andenken

Allerheiligen ... der Toten gedenken ... besonders in Bayern.
Ich kenne das schon von Kindesbeinen an.
Schon als kleines Mädchen stand ich an Allerheiligen am Nachmittag am Grab meiner Großeltern.

Und heute? Dieses Ritual gibt es heute für mich nicht mehr.
Und doch, auch ich denke an meine Lieben!!!
Die Gestecke liegen schon ...
ich lasse sie immer bis zum Frühjahr ..
In der Adventszeit lege ich immer noch ein Gesteck dazu,
das ich inzwischen meist selbst mache.

Ich denke an Euch!!! So oft!!! 


Aber gerade jetzt fällt es mir wieder ein ...
Du hast nicht mal mehr einen Stein ... 

Du warst der Held von Trudering.
"München wird auf ewig in Deiner Schuld bleiben" hieß es bei Deiner Beerdigung.
Schöne Worte ... doch für uns, Deine Familie galten sie nicht.
"Umsorgt" wurde nur "sie" ... nicht Deine Familie ...
nicht Deine Mutter, die noch Jahre später ... so verzweifelt war.

Und heute ... heute hast Du nicht mal mehr einen Grabstein ... !
Und wenn es nach "ihr" gegangen wäre, nicht mal mehr ein Grab.

Das war so ein Schock für mich vor 2 Jahren, als ich zum Friedhof kam und Dein Grab, es war nicht mehr da.
Nichts mehr ... nur noch Rasen an der Stelle.
Mir blieb förmlich der Atem stehen.
Ich konnte es nicht glauben.
Eine fremde Frau sah meine Verzweiflung und erzählte noch, dass sie wüsste, dass da der Mann, der Busfahrer liegt, der von dem Flugzeugabsturz in Trudering.

Meine Verzweiflung kann ich nicht beschreiben .....
Die Tage anschließend ... Falschauskünfte bei der Friedhofsverwaltung ...
Du wärst nicht mehr in dem Grab sagte man mir ... anonym beerdigt.
Ich war fassungslos.

Aber liebe Menschen haben sich eingeschaltet. Mein Mann, er hat mir geholfen ...
Die Missverständnisse geklärt, Du liegst noch in dem Grab, ich könnte es haben.
Ganz schnell haben wir gehandelt, um nur nichts zu verpassen.
Nicht, dass in letzter Minute doch noch was schief geht.

 Ich bin so dankbar dafür, heute gehört Deine Grabstelle mir!!!

Damals nach dem Unglück, haben alle nur über "sie" gerdet.
Gefragt wie es "ihr" geht ... wie es Deiner Mutter geht, Deinen Schwestern, Papa, Deinen Nichten,
das hat niemand interessiert.

Das tat schon oft weh, wenn nur nach "ihr" gefragt wurde und wie schlimm das für sie ist.
Wir durften an Deinem Grab nichts machen, nichts pflanzen, das hatte sie uns strikt verboten.

Wir haben es akzeptiert. 
"Sie" gehört doch zur Familie!!!
Nur kein Streit!!!


Aber es war ihr nicht wichtig genug das Grab zu verlängern, nicht ein einziges Mal.
Und dann war es ihr nicht mal wichtig genug uns zu verständigen, dass sie Dein Grab aufgibt.


Sie wusste, dass ich das niemals akzeptiert hätte, dass es Dein Grab nicht mehr gibt.
Sie wusste, dass ich dort immer wieder bin, weil Dein Grab in der gleichen Reihe ist, wie Papa´s Grab.
Sie wusste, was das für ein Schock für mich sein wird ...
Sie wusste von meiner großen Liebe zu Dir.
Sie wusste von meiner Sehnsucht ... meiner Verzweiflung ...

Sie nannte mich ihre "Lieblingsschwägerin". 

Wie konnte sie nur?
Sie wollte Dich uns noch ein letztes Mal nehmen ... genauso wie im Krankenhaus ...

SIE hat es nicht geschafft!!!!




Ihr fehlt mir!!!